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Oberhavel Wohnhaus an der Fähre brennt
Lokales Oberhavel Wohnhaus an der Fähre brennt
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17:58 15.01.2017
Das Feuer ist erfolgreich bekämpft. Mit einem Druckbelüfter wird danach der Rauch aus dem Wohnhaus geblasen. Quelle: Helge Treichel
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Friedrichsthal/Malz

Zu einem „Wohnungsbrand groß“ wurde die Feuerwehr am Sonntagnachmittag gegen 15.19 Uhr auf ein Grundstück neben der ehemaligen Fähre an der Malzer Chaussee gerufen. Im Badezimmer einer vermieteten Wohnung war offenbar im Zusammenhang mit der Elektroanlage ein Feuer ausgebrochen. Die aus Friedrichsthal, Malz und Oranienburg als erste angerückten Löschzüge konnten das Feuer binnen Minuten unter Kontrolle bringen und löschen, sagt Einsatzleiter Jens Pamperin. Der anwesende Mieter und Familienvater blieb unverletzt. Er hatte sich vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen können. Das Haus jedoch ist wegen der starken Rauch- und Rußentwicklung zunächst unbewohnbar. Die vierköpfige Familie hat sich ein Ausweichquartier besorgt.

Großaufgebot an Einsatzkräften an der Grabowseebrücke und der Bushaltestelle „Fähre“. Quelle: Helge Treichel

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Bei der Anfahrt hatten sich die Feuerwehrleute auf das Schlimmste vorbereitet. Vor rund 20 Jahren hatte auf dem Gelände der ehemaligen Fähre schon einmal ein Haus mit Reetdach gebrannt. Es war damals völlig zerstört worden. „Deshalb hatten wir großen Respekt“, sagt Pamperin nach dem erfolgreichen Ablöschen des Feuers. Wegen des leicht entzündlichen Schilfrohrs gingen die Einsatzkräfte nach dem Wegblasen des Rauches mit besonderer Sorgfalt vor: Mit einer Wärmebildkamera wurden die Räume und das Dachgeschoss auf mögliche versteckte Glutnester hin untersucht. Gegen 16.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben.

Neben den Freiwilligen aus Friedrichsthal und Malz sowie den Hauptamtlichen aus Oranienburg kamen die freiwilligen Kräfte aus Sachsenhausen, Lehnitz und Oranienburg zum Einsatz – insgesamt 47 Frauen und Männer. Hinzu kamen Rettungs- und Polizeikräfte. Beim Abrücken der Feuerwehren trafen bereits die Kriminaltechniker ein, um die Brandursache zu ermitteln.

Das Einsatzgeschehen vom Nachbargrundstück aus. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel