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Zehdenick Pläne für das Mehrgenerationenhaus
Lokales Oberhavel Zehdenick Pläne für das Mehrgenerationenhaus
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17:54 10.12.2019
Das Mehrgenerationenhaus „Bienenstock" in der Amtswallstraße in Zehdenick. Quelle: Martina Burghardt
Zehdenick

Das vom Arbeitslosenverband getragene Mehrgenerationenhaus „Bienenstock“ Zehdenick ist offen für jedermann. Madlen Kaliebe hat in diesem Jahr die Leitung übernommen und bereitet neue Projekte vor. Geplant ist unter anderem ein Familienzentrum. Dafür läuft derzeit die MAZ-Spendenaktion.

Madlen Kaliebe, Leiterin des Mehrgenerationenhauses Zehdenick. Quelle: Uwe Halling

Sie wollen ein Familienzentrum einrichten. Was wird dort geboten?

Madlen Kaliebe: Ich stelle mir einen Beratungs- und Begegnungsraum für Alleinerziehende, Familien oder sonstige Gemeinschaften mit Kindern vor, in der die Familien und Schwangere von der ersten Begegnung an Unterstützung erfahren. Dies beginnt bei der Erstvorstellung in unserem Haus, Antragstellung von beispielsweise Kindergeld, Kinderzuschlag bis hin zur Beratung zu Teilzeitausbildungsmöglichkeiten für Alleinerziehende. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, der Kinderarmut vorzubeugen. Wie genau, das werden wir gemeinsam mit den Familien und Alleinerziehenden ausloten, so dass wir der Kinderarmut in unserer Stadt und in der Region ein wenig entgegenwirken können.

Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Im Angebot wird eine Familienberatung sein, die sich vorerst auf zwei Tage die Woche konzentrieren wird, voraussichtlich dienstags und donnerstags. Des Weiteren wird es Nachhilfeunterricht für Schüler der Klassen ein bis sechs bei uns geben, und zwar am Montag und Mittwoch von 14 bis 16 Uhr zu je einer Unterrichtseinheit. Weiterhin planen wir Workshops und Informationsveranstaltungen für Alleinerziehende, Familien und Gemeinschaften. Ebenso sind Gesprächsnachmittage, rein zum Austausch untereinander, angedacht. Wir wollen jedoch nicht zu eng gestrickt nach Vorgaben arbeiten, deshalb ist es mir wichtig, die Bedarfe der Gemeinschaft zu ermitteln und dann die Projekte danach auszurichten.

Wer soll die Angebote nutzen?

Die Angebote richten sich an alle Familien und Alleinerziehende oder Lebensgemeinschaften, welche Unterstützung oder auch nur den Austausch mit anderen suchen.

Wann wird das Familienzentrum eröffnet?

Im Januar soll offizielle Eröffnung sein, als Termin haben wir erst einmal den 24. Januar vorgesehen.

Von wem werden Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützt?

Unser Familienzentrum wird vom Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg gefördert. Weitere Kooperationspartner könnten das Netzwerk Gesunde Kinder, Netzwerk Frühe Hilfen sowie die gemeinnützigen Vereine Arbitria und Shia sein.

Wie viele Besucher nutzen das Mehrgenerationenhaus und was gefällt ihnen dort?

Unser Mehrgenerationenhaus hat circa 120 Nutzer wöchentlich. Diese Zahl resultiert aus unterschiedlichsten Angeboten wie Kleiderkammer, Wärmestube, Schreibbüro und Kreativcenter. Die Strickrunde, Spielenachmittage sowie die Demenzbetreuung finden bei uns im Haus statt. Was den Bürgern am besten gefällt, ist der soziale Gedanke. Der Austausch, der dem ein oder anderen in seinem Umfeld fehlt. Eine kleine Unterhaltung, ein wenig Freude und unser Haus mit einem Lächeln zu verlassen. Genau daran arbeiten wir täglich. Es gibt genug Schicksale, die uns berühren. Da sollten wir versuchen, unterstützend zur Seite zu stehen und den Menschen eine Anlaufstelle zu bieten. Interview: Martina Burghardt

Von Martina Burghardt

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