Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Zehdenick Beschwerde gegen Bürgermeister
Lokales Oberhavel Zehdenick Beschwerde gegen Bürgermeister
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 11.06.2018
Bürgermeister Arno Dahlenburg erhielt eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Quelle: Stefan Blumberg
Zehdenick

Der Zehdenicker Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) erhielt am Freitag eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Absender ist das Künstlerpaar Rainer Baer und Sigrid Spachtholz aus dem Ortsteil Wesendorf. Die Beschwerde bezieht sich auf die Vorgänge um die „Festhalle“ und deren „Zwischennutzung“, wie sie es formulieren. Es war Absicht der Stadt und des Fremdenverkehrsvereins gewesen, die Große Halle auf dem Zehdenicker Festplatz zwischenzeitlich für ein Indoor-Beach-Projekt zu nutzen. Nach intensiver Diskussion im Bildungs- und Stadtentwicklungsausschuss sah Arno Dahlenburg Ende Mai keine gute Basis für das Projekt und brach es ab.

Stadtverordneten nehmen sich der Sache an

Die Dienstaufsichtsbeschwerde wurde eingereicht wegen des Verdachtes der Untreue zu Lasten der Stadt Zehdenick und wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Vergaberegeln nach der Vergabeordnung sowie sonstige Vergaberegeln. Die Schadenshöhe, so Rainer Baer und Sigrid Spachtholz, belaufe sich nach Sichtung der Beweismittel auf etwa 50 000 Euro. Außerdem erstatten die beiden Wesendorfer auch gegen Fred Graupmann, Fachbereichsleiter Bürgerdienste, Dienstaufsichtsbeschwerde „wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue der Stadt Zehdenick“. Sie hat also den selben Inhalt hat wie die gegen den Bürgermeister. Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue erstatteten die beiden. Die bauausführenden Firmen, die an den Arbeiten zur Gebäudesicherung der Halle beteiligt sind und waren, erhielten Anzeigen wegen des Verdachts der Untreue und Beihilfe zur Untreue zu Lasten der Stadt Zehdenick in unbekannter Schadenshöhe.

Arno Dahlenburg äußerte sich nur so weit: „Die Sache liegt jetzt beim Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Leib. Die Stadtverordneten müssen sich damit auseinandersetzen.“ Hartmut Leib (SPD) beurteilt die Beschwerde so: „Der Eingang wird bestätigt, die Vorwürfe werden geprüft. Sollten wir uns nicht sicher sein, werden  wir auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Wir lassen uns dabei  aber  nicht  hetzen. Die Sache wird in jedem Fall unabhängig und sachkundig bearbeitet. Wenn wir klare Fakten haben, werden wir entscheiden, ob wir der Beschwerde folgen oder nicht.“

Von Stefan Blumberg

Nach neun Monaten Bauzeit ist am Freitagnachmittag der 640 Meter lange Weg an der Chausseestraße von Vertretern der Stadtverwaltung und des Ortsbeirates eingeweiht worden.

11.06.2018

Sieben Jahrhunderte ist es her, dass das jetzige 280-Seelen-Dorf erstmals urkundlich dokumentiert wurde. Am Wochenende begehen seine Bewohner ein dreitägiges Fest mit viel Programm.

08.06.2018

Die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Marienthal belastet sowohl Anwohner als auch Unternehmer. In einem Protestschreiben appellieren die Unternehmervereinigung Oberhavel Nord und der Fremdenverkehrsverein Zehdenick an den Brandenburger Wirtschaftsminister, sich für eine akzeptable Lösung für alle Beteiligten einzusetzen.

07.06.2018