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Zehdenick Premiere für das Kiez-Kino in Zehdenick
Lokales Oberhavel Zehdenick Premiere für das Kiez-Kino in Zehdenick
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18:46 09.10.2019
Alle freuen sich über das neue Kiez-Kino in Zehdenick, das nun eröffnet ist. Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

Am Eingang duftete es nach Popcorn, und die Plätze auf den Bänken in dem abgedunkelten Zelt im Wohngebiet Zehdenick Süd waren schnell besetzt. Ein Kinderfilm mit einem alten Mann und einem vorlauten Kater stand auf dem Programm – der allererste im Kiez-Kino, das damit eröffnet ist. Kurz zuvor war am Mittwochnachmittag vor dem Zelt das obligatorische rote Band feierlich durchschnitten worden.

Zehdenick im Programm „Landgut“

Die Kino-Technik, also Leinwand, Beamer und Lautsprecherboxen, konnten mit Hilfe von Mitteln aus dem bundesweiten Programm „Landgut“ für den Kiez-Punkt Zehdenick angeschafft werden. Einmal im Monat wird künftig ein Kinderfilm im Zelt vorgeführt. Außerdem wird die Kinotechnik für Einzelveranstaltungen, zum Beispiel Kurzfilme, Reihen und auch Filme für Erwachsene, genutzt.

Ines Heinrich von der Familienberatungsstelle verteilt Popcorn am Kiez-Kino in Zehdenick. Quelle: Uwe Halling

„Ich hoffe, dass es ein schönes Projekt wird, das euch mehrere Jahre begleitet“, sagte Klaus-Martin Bresgott vom Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), auf den die Initiative zurückgeht. Ziel ist es, „gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land durch kreative Teilhabe und eine kulturell inspirierende Gemeinschaft“ zu schaffen. Oder anders gesagt: Die Kultur soll je nach Bedarf gefördert werden, sowohl um die Verbundenheit mit der Region zu stärken als auch die Eigeninitiative zu fördern.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt das Projekt „Land:Gut 2019“ über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung. Das Kiez-Kino ist eines von 15 Projekten bundesweit, die vom Kulturbüro des Rates der Evangelischen Kirche gefördert werden. Der von Pfarrer Andreas Domke von der Zehdenicker Kirchengemeinde gemeinsam mit Helfern vor Ort ins Leben gerufene Kiez-Punkt überzeugte die Geldgeber.

Unterhaltung und Beratung

Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos) würdigte anlässlich der Kiez-Kino-Eröffnung die Arbeit, die von der Familienberatungsstelle und vielen ehrenamtlichen Helfern in dem Wohngebiet geleistet wird. Zu den Angeboten wie Lesen, Basteln, Singen oder dem Zubereiten gesunder Mahlzeiten gebe es kompetente Ansprechpartner für die Familien. Kino habe nicht nur einen Unterhaltungs-, sondern auch einen Bildungswert, so der Bürgermeister. „Durch Filme werden Horizonte erweitert und neue Sichtweisen eröffnet“, sagte er. Er dankte den Geldgebern und den Kiez-Punkt-Mitarbeitern für ihr Engagement.

Die Plakette kündet von der Teilnahme an der Landgut-Initiative und wurde am Mittwoch montiert (v.l.n.r.): Katrin Domke, Bürgermeister Bert Kronenberg, Klaus-Martin Bresgott und Pfarrer Andreas Domke. Quelle: Uwe Halling

Die goldglänzende Plakette, die von der Teilnahme Zehdenicks an der Landgut-Initiative kündet, wurde am Pfarramt am Kirchplatz angebracht. Klaus-Martin Bresgott hatte außerdem einen Kugelahorn mitgebracht. Der Baum wird seinen Platz unmittelbar neben der Kirche finden. „Das Projekt soll schließlich wachsen“, begründete er die Geschenke-Auswahl.

Der Kiez-Kino-Projektbaum – ein Kugelahorn – ist als Zeichen des Werdens und Wachsens gedacht. Quelle: Uwe Halling

Die Kiez-Kino-Technik wird im Pfarramt aufbewahrt. Das Zelt, das schon vor zwei Jahren angeschafft wurde, wird im Lagerraum des Kiez-Punktes untergebracht. Für die Verdunkelung haben die Kiez-Punkt-Helfer extra Molton-Stoff besorgt. Für die Filme, die im Kiez-Kino und darüber hinaus gezeigt werden, müssen nur noch die Vorführungsrechte beantragt werden.

Von Martina Burghardt

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