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Zehdenick An der Schleuse Zaaren wird weiter gebaut
Lokales Oberhavel Zehdenick An der Schleuse Zaaren wird weiter gebaut
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17:14 31.07.2019
Arbeitsgespräch von Politikern, Behörden, Verbänden und Betroffenen an der Schleuse Zaaren. Quelle: Fotos: Martina Burghardt
Templin

 Statt wie versprochen am 1. August die Eröffnung der neuen Schleuse Zaaren an der Oberen Havel-Wasserstraße in der Uckermark zu feiern, trafen sich Behördenmitarbeiter, vier CDU-Bundestagsabgeordnete und Vertreter von Verbänden und Interessengruppen am Mittwoch auf der Baustelle in der Nähe von Templin zu einem Arbeitsgespräch.

Nächster Termin voraussichtlich Oktober

Noch im Juni hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA) den – bereits von April auf August verschobenen – Fertigstellungstermin bestätigt. Wegen Problemen beim Ziehen der alten Spundwände musste ein sofortiger Baustopp verhängt werden. Frühestens im Oktober, höchstwahrscheinlich bis Ende des Jahres, könnte die Schleuse wieder nutzbar sein. Darauf warten nicht zuletzt die Schiffseigner, die ihre Boote unter anderem von der Müritz in die Winterquartiere bringen müssen. Michael Scholz, der neue WSA-Amtsleiter, wird Mitte August den Termin bekannt geben.

Das neue Schleusen-Bauwerk Zaaren ist noch nicht fertig. Quelle: Martina Burghardt

An der Bauverzögerung können Gespräche nun nichts mehr ändern, aber für die künftigen Schleusen-Baustellen will man Vorsorge treffen, damit es dort zügiger geht. Denn für den Bund seien „die Nebenwasserstraßen Nebensache“, wie Eckhardt Rehberg, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärte. „Wir müssen im Zuge der Haushaltsberatungen deutlich machen, dass sie es nicht sind.“ Eine Änderung des veralteten Nebenwasserstraßengesetzes, das den Tourismus nicht berücksichtigt, mahnte Miachael Heinz von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt an.

Den Schaden künftig begrenzen

Abgesehen davon geht der Schaden für die Unternehmer der Region, vor allem im Wassertourismus, mittlerweile in die Millionen. Die Folgen wie Imageverlust und Nachfragerückgang kann noch niemand abschätzen.

All das ist den Beteiligten sehr wohl bewusst. „Wir versuchen, dem zuständigen Ministerium Arbeitsgrundlagen zu geben, wie grundsätzlich Strukturen für alle Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter geschaffen werden können“, so Olaf Bechert, Geschäftsführer der Regionalen Entwicklungsgesellschaft in Oberhavel Nord, der den Anstoß für diese Gesprächsrunde gegeben und gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler die Beteiligten an den Tisch geholt hatte.

Dabei sollte es unter anderem um eine Gesamtstrategie zur Schleuseninstandsetzung gehen, ebenso um die personelle Ausstattung der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter. Formuliert sind sie bereits vom Bündnis für Wasserstraßen, in dem sich die Industrie- und Handelskammer Potsdam und die Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN-AG) engagieren.

Bei dem Vor-Ort-Termin am Mittwoch mit Politikern,Vertretern von Behörden, Verbänden und Betroffenen an der Schleuse Zaaren. Quelle: Martina Burghardt

Für die Folgen der Bauverzögerung an der Schleuse Zaaren ist der Bund nicht zuständig. Hier sehen die Beteiligten das Land in der Pflicht, seine Instrumente wie Steuerstundung und vergünstigte Kredite zu nutzen.

Mehrere Pannen auf der Baustelle

Auf der im Herbst 2018 eingerichteten Baustelle an der Schleuse Zaaren war zunächst doppelt so viel Alt-Munition gefunden worden wie geschätzt. Im Winter war die Hälfte der Bauarbeiter krank, das wirkte sich auf die nachfolgenden Gewerke aus. Ein Blitzeinschlag im Betonmischwerk und das plötzliche Baugrundproblem kamen dazu. Die Mecklenburger Seenplatte ist wegen der Schleusensperrung nicht auf dem direkten Wasserweg von Berlin aus erreichbar. Schleusensperrungen wie in Zaaren, Kannenburg und Ragöse behindern den Wassertourismus im Norden Brandenburgs.

Die Unternehmer-Allianz Wir an der Havel befürchtet in Zukunft weitere Einschränkungen durch Baumaßnahmen, Bombenfunde und Niedrigwasser und hat deshalb einen Maßnahmekatalog erstellt.

Von Martina Burghardt

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