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Zehdenick Kunst in Kurtschlag: Blick ins Atelier von Petra Elsner
Lokales Oberhavel Zehdenick Kunst in Kurtschlag: Blick ins Atelier von Petra Elsner
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21:06 24.04.2019
Petra Elsner aus Kurtschlag und ihre Kunst. Quelle: Martina Burghardt
Kurtschlag

 Die Blüten halten sich lange versteckt in diesem Frühjahr. Als würden sie ihre Farbenpracht aufsparen für die Besucher, die Petra Elsner am 5. Mai in ihrem Garten erwartet. Denn am Tag des offenen Ateliers stehen auch bei ihr in Kurtschlag die Türen offen. Gäste sind dann eingeladen, nach Bildern und Büchern zu schauen. Die Malerin, Illustratorin, Journalistin und Autorin feiert mit ihnen ihr 25. Berufsjahr als freischaffende Künstlerin.

Elf Jahre lebt sie bereits mit ihrem Mann, einem Fotografen und Imker, in Kurtschlag. Den Ort am Rand der Schorfheide hat das Künstlerpaar aus Berlin als Alterssitz gewählt. Über Nacht quasi. Die Hauptkriterien Bezahlbarkeit und Waldnähe waren erfüllt. „Die Veränderung war nicht ohne“, verrät sie. „Man fängt von vorne an.“

Petra Elsner in ihrem Refugium. Quelle: Martina Burghardt

Mit ihren Talenten, mitgegeben vom Großvater, einem Maler, und der Mutter, einer Rundfunkredakteurin, öffnete sie sich Türen. Mit ihrer Porträt-Serie über Land und Leute zum Beispiel, aber vor allem mit dem Interesse an ihrer neuen Heimat und der Offenheit gegenüber Menschen. Ihrem Anspruch, Zusammenhänge zu durchdringen, konnte die Schrift und- Graphikmalerei allein nicht gerecht werden. Petra Elsner begann also nach der Lehre und ersten Berufserfahrungen – mit Kind – ein Philosophiestudium, wechselte zur Journalistik, schrieb erste Bücher. Nach 1989 arbeitete sie unter anderem für eine Bau-Fachzeitschrift, zeichnete, gab Lesungen und teilte mit anderen freiberuflichen Künstlern die ständige Sorge um die Existenz.

Wenn Petra Elsner einmal im Jahr ihr Atelier öffnet, betreten die Besucher einen hellen Raum mit unzähligen Bildern an den Wänden. Auf den Tischen die Exemplare ihrer Bücher, deren Entstehungsgeschichte die Autorin gern preis gibt. An ihren Künstlerbändchen aus der Kurtschlager Edition ist alles selbst gemacht: geschrieben, illustriert, gedruckt, gebunden, verpackt. Daneben präsentiert sie ihre Werke: selbst erdachte Märchen aus der Schorfheide, ein uckermärkischer Krimi, Kurz- und Weihnachtsgeschichten.

Petra Elsner inmitten ihrer Kunstwerke. Quelle: Martina Burghardt

Was sie auch schreibt, immer haben ihre Texte den Anspruch, eine Botschaft zu transportieren. „Man müsste an der Menschlichkeit der anderen arbeiten“, war schon früh ihr Anspruch. „Ich bin immer daran interessiert, wie Leute zu dem wurden, was sie sind. Für andere kann es nützlich sein, diese Wege kennenzulernen“, so Petra Elsner.

Was ihr gerade durch den Kopf geht, daran lässt Petra Elsner andere teilhaben. In einem Blog zum Beispiel, in dem ihre Leser den Schaffensprozess sozusagen live miterleben können. In ihren Geschichten und Gedichten spiegeln sich Sehnsüchte und Augenblicke, Fantasien und Erkenntnisse wider. Seit sie als Zehnjährige ins Internat der Sportschule kam, um Schwimmerin zu werden, und sie dort ohne die Geborgenheit der Familie ihre Erlebnisse verarbeiten musste, lässt sie auf diese Weise ihren Gedanken freien Lauf.

Fabelwesen und Geister - bei Petra Elsner sind sie bunt. So farbenfroh, wie alle ihre Bilder. Die schrägen Vögel, eines ihrer Markenzeichen, waren zu Berliner Zeiten noch schwarz-weiß. In Kurtschlag bekamen sie Farbe, werden bis heute auf die Einladungen zum Panke-Fest gedruckt.

Kreativität und handwerkliches Geschick, die Liebe zum Detail verraten auch die vielen kleinen Kunstwerke im Garten, der sich bis zum Wald erstreckt. Unansehnliche Betonpfeiler hat Petra Elsner kurzerhand mit einer singenden Maus oder einer Fee beim Einzug bemalt. Eine Wurzel wurde zur Scheuch-Hexe, Zweige zu Booten, auf deren Segeln es etwas zu lesen gibt. Genau wie auf den kleinen Vögeln, die die Gedanken der Künstlerin im Wind flattern lassen.

Von Martina Burghardt

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