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Zehdenick Landtagswahl-Kandidaten stellen sich in Zehdenick vor
Lokales Oberhavel Zehdenick Landtagswahl-Kandidaten stellen sich in Zehdenick vor
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18:51 14.08.2019
Die Kandidaten mit dem Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Manfred Rißmann (m.), und Moderator Wolfgang Gumprich (r.). Quelle: foto: annika Jensen
Zehdenick

Am Dienstag lud der Seniorenbeirat von Zehdenick die Landtagswahl-Kandidaten aller Parteien sowie interessierte Bürger zu einer Diskussion ins Mehrgenerationenhaus ein. Fünf der zehn angeschriebenen Lokalpolitiker folgten der Einladung: Harald Engler (Freie Wähler), Carla Kniestedt (parteilos, tritt für Bündnis 90/Die Grünen an), Andreas Büttner (Die Linke), Annett Polle (CDU) und Karsten Peter Schröder (SPD).

Moderator Wolfgang Gumprich ließ sich die Männer und Frauen zunächst in jeweils drei Minuten vorstellen und befragte sie dann zu einzelnen Politikfeldern wie der Gesundheitspolitik und dem Öffentlichen Personennahverkehr.

Warum dauert alles so lange?

Aber auch andere Themen wurden angesprochen und auf Fragen und Anregungen der Besucher reagiert. So ärgerte sich eine Dame im Publikum darüber, dass politische Vorhaben in der Umsetzung lange dauern würden. „Dass es nicht von heute auf morgen geht, verstehe ich, aber grundsätzlich dauert vieles einfach viel zu lang“, sagte die Rentnerin, die selber viele Jahre in der Zehdenicker Verwaltung gearbeitet hat. Andreas Büttner antwortete darauf. Er ist als Staatssekretär im Landesgesundheitsministerium Teil dieser zäh arbeitenden Strukturen. „Ich gebe Ihnen recht, dass einiges zu lange dauert“, sagte Büttner. Aber die vielen verschiedenen Verantwortlichkeiten, etwa des Landes, des Bundestages und des Bundesrates mache es schwierig, schneller zu agieren. „Wir werden in einem rein demokratischen System nicht bedeutend schneller arbeiten können.“

Zur Gesundheitspolitik sagte Carla Kniestedt: „Damit lässt sich kein Blumentopf gewinnen, irgendjemandem trittst du immer auf die Füße.“ Sie sehe das große Problem, dass nach 1989 „nicht ansatzweise danach geschaut wurde, ob es strukturell sinnvolle Dinge in der DDR gab. Dazu gehören für mich die Polikliniken.“ Bei der Suche nach Ärzten, fordert sie, müsse das Land auf die Lebenswirklichkeiten der Hochschulabgänger schauen, und sie etwa mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen locken. „Ich erwarte einfach, dass hier anders und schräger gedacht wird.“

Auch über AfD wird diskutiert

Karsten Peter Schröder sprach sich indes dafür aus, zu sehen, dass es den Brandenburgern, trotz einiger Probleme, im Grunde nicht schlecht geht und dass sich einiges verändert habe. Das veranlasste Moderator Wolfgang Gumprich dazu, ins Publikum zu fragen: „Hat sich im Land etwas getan?“. Eine Dame antwortete: „Ich denke schon.“

Annett Polle sagte dagegen: „Wenn es uns so gut geht, warum gibt es dann diese Masse von Menschen, die sagt, dass sie unzufrieden ist?“. Dieser Anstoß lenkte die Diskussion in Richtung AfD und erneut in geschlossene Einigkeit sowohl unter Podiumsteilnehmern als auch unter Besuchern. Harald Engler sagte: „In den Lokalparlamenten sitzen für die AfD normale Menschen.“ „Aber lesen sie mal ein paar Zeilen von Höcke, Kalbitz und Co.“ ergänzte Carla Kniestedt. „Lokal engagierte AfD-Politiker lassen sich von den Führungskadern missbrauchen. Wenn wir bei dieser Partei unser Kreuzchen machen, schaufeln wir unser eigenes demokratisches Grab.“

Von Annika Jensen

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