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Zehdenick So schneidet Zehdenick beim MAZ-Check ab
Lokales Oberhavel Zehdenick So schneidet Zehdenick beim MAZ-Check ab
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16:36 08.12.2019
Mehrere Bastel- und Mitmachangebote für Kinder gab es auf den offenen Höfen beim Laternenzauber in Zehdenick. Quelle: Foto: Uwe Halling
Zehdenick

Die Idee ist aufgegangen: Statt eines Rummelplatzes auf dem Markt haben die Zehdenicker ihr Weihnachtsmarktprogramm selbst in die Hand genommen. Die offenen Höfe und Geschäfte, das Bühnenprogramm, die Vorführungen alter Handwerkskunst, Angebote für Kinder, Live-Musik und überall Lichter und Feuerschalen – ein Konzept, das sich Unternehmer, Vereine und Privatleute zu eigen machten und so für ein Programm sorgten, das abwechslungsreicher kaum sein kann. Von Anfang bis Ende herrschte trotz des Regens überall Betrieb.

„Mit Herz und Leidenschaft dabei“

Die Vielfalt und das Individuelle – das kam gut an, und so manch einen Zehdenicker erinnerte die Stimmung gar an die 800-Jahr-Feier vor drei Jahren. Dass sie sich so ins Zeug legten und die Besucher das zu würdigen wussten, freute unter anderem Pfarrer Andreas Domke, der weiß, dass die Zehdenicker nicht so schnell aus der Reserve zu locken sind. Ebenso Hartmut Leib: „Jeder hatte etwas Spezielles zu bieten, auf allen Höfen spürte man, wie die Leute mit Herz und Leidenschaft dabei waren“, sagte er. Für Uta Kupsch vom Stadtmarketing, die das Konzept erdacht hat, ist klar: „Es muss einen zweiten Laternenzauber geben.“

In der Webstube von Anne Pries auf dem Tuchmacherhof in in Zehdenick. Quelle: Uwe Halling

Überall an den Imbiss-Ständen bildeten sich Schlangen. Bratwurst vom Grill für 2,50 Euro war da eindeutig in der Minderheit. Schmalzstullen und Kürbis-Ingwer-Bio-Suppe, frische Quarkbällchen und warme Sandwiches, Erbseneintopf mit Bockwurst oder Knacker, geräucherter Fisch und Waffeln, Spezialitäten aus dem Holzbackofen – die Auswahl war riesig, bei manchen Gerichten fehlte es jedoch an der Menge. Mit so viel Andrang hatte nicht jeder gerechnet.

Besucher auf einem der offenen Höfe beim Laternenzauber in Zehdenick Quelle: Uwe Halling

Wer nach dem besonderen Glühwein suchte, kam auf seine Kosten: Etliche Variationen waren im Angebot, darunter Kirschmet und Heidelbeer-Glühwein. Für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse sorgten der Honigglühwein der Tonstichimkerei Mildenberg, der von André Witzlau und Marcus Steffen für zwei Euro auf dem Gewo-Hof eingeschenkt wurde. Den „Heißen Honigzauber“ konnte man auch in Flaschen mitnehmen. Etwas teurer, dafür absolut exklusiv: der „Kosake“ für 3,50 Euro, den man in der Schinkelschen Eisenhandlung bekam. Solveig Hamp, eine Freundin des Besitzers, hatte die Rezeptidee: Espresso-Bohnen werden acht Wochen lang in Rotwein eingelegt, mit Vanille und Zucker gewürzt.

Hier der Endstand

Stimmung: 5 Sterne

Vielfalt: 5 Sterne

Glühwein: 5 Sterne

Bratwurst: 3 Sterne

Kinder: 4 Sterne

22 von 25 möglichen Sternen

Von Martina Burghardt

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