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Zehdenick Radtour gegen Ergaspläne
Lokales Oberhavel Zehdenick Radtour gegen Ergaspläne
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18:36 28.06.2019
Zwischenstopp der Radtour am alten Kohlehafen in Zehdenick. Dort soll eine Ferienhaussiedlung entstehen. Quelle: Privat
Zehdenick

Nach den anhaltenden Protesten gegen eine mögliche Erdgasförderung in Oberhavels Norden besuchte vor wenigen Tagen der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Neumann, die „Bürgerinitiative gegen Gasbohren Zehdenick-Templin-Gransee“. An dem Austausch nahmen auch der Landtagskandidat der FDP, Stephan von Hundelshausen, sowie die Vertreter der Ortsvereinigung Jürgen Jäger und Eberhardt Feige teil.

Mitglieder der Bürgerinitiative schilderten zunächst ihre grundsätzlichen Bedenken gegen eine Gasförderung in der Region. Anschließend ging es für die Veranstaltungsteilnehmer mit dem Rad auf Erkundungstour. Erster Stopp: der ehemalige Zehdenicker Kohlehafen, auf dessen Gebiet derzeit eine Ferienhaussiedlung von der Tamax GE Ferienland Zehdenick GmbH entwickelt wird. Deren Vertreter Alexander Tank machte deutlich, dass sich mögliche Erdgasförderanlagen in unmittelbarer Nähe der Siedlung befinden würden und damit einer Entwicklung touristischer Angebote ganz offenkundig entgegen stünden. Weitere Investitionen seines Unternehmens seien somit von der Entwicklung der Gasförderpläne abhängig. Auch die Ansiedlung neuer Wohnhäuser wenige Meter weiter, im Triftweg, könnte unter den Folgen der Gasindustrie leiden. Plan der Stadt sei, mit diesem Projekt der stetig steigenden Nachfrage nach ländlichem Wohnraum Rechnung zu tragen. Dass sich auf der anderen Straßenseite in Richtung Wesendorf auch die Gasindustrie mit ihren Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit ansiedeln könnte, werde von der Bürgerinitiative „als skurril empfunden“.

Beim abschließenden Gespräch im Wesendorfer Gemeindezentrum zeigte sich Martin Neumann angetan von der Argumentation der Bürgerinitiative. Diese kontere nicht einfach nur gegen die Gasförderung, sondern begründe die Ablehnung der Pläne durch fundierte Recherchen und unterstütze eigene alternative Energiekonzepte. Klar wurde, dass die Erdgaspläne in der Region noch viele Fragen aufwerfen. Beide Seiten wollen daher weiter miteinander im Austausch bleiben. Eine Gesprächsanfrage der FDP-Vertreter an Jasper Ressources als verantwortliche Firma für die Erdgasförderpläne blieb bislang unbeantwortet.

Von MAZonline

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