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Oberhavel Zootzen: Prüfung bestanden
Lokales Oberhavel Zootzen: Prüfung bestanden
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19:06 08.07.2014
Die „Neustart“-Schulabgänger mit einigen Lehrern.
Die „Neustart“-Schulabgänger mit einigen Lehrern. Quelle: Anke Dworek
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Zootzen/Fürstenberg

Alicia Maria Persch erreichte die Berufsbildungsreife. Sven Markert, Jessica Brigitte Bachmann. Michelle Annalena Persch, Justin Ryll und Sahar Gasim schlossen mit der erweiterten Berufsbildungsreife ab. Die Leistungen von Sandra Serin und Vladyslav Krasyuk reichten für die Fachoberschulreife, die von Thessa Lirié Parduzi und Josephine Marie Thönnißen sogar für die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Die Jugendlichen aus Thüringen, Hessen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen erhielten Einzelunterricht. Erst der ermöglichte ihnen die Schulabschlüsse, denn ihre Drogenvergangenheit war oft auch einhergegangen mit der Vernachlässigung des Lernens. Acht Lehrer kümmern sich bei „Neustart“ um die Schüler. Neu im Kollegium ist mit dem Schuljahr 2013/14 Andrea Stachowitz, die Mathematik und Geografie unterrichtet.

Etliche der Schulabgänger haben schon eine Lehrstelle in der Tasche. Justin Ryll, der aus Neuruppin stammt, beginnt dort eine Dachdeckerlehre. Jessica Bachmann, die im vogtländischen Adorf geboren worden ist, wird eine Ausbildung zur Sozialassistentin anfangen. Auch die Option, ein berufsvorbereitendes Jahr zu absolvieren, nehmen einige wahr.

„Neustart“ bietet 20 Jugendlichen Plätze. Ein Jahr lang werden die jungen Menschen auf ein Leben ohne Drogen vorbereitet. Neben dem Schulunterricht gibt es auch ein Arbeitstraining. Eine feste Tagesstruktur, sozialpädagogische und psychologische Betreuung sind Eckpfeiler des Suchthilfekonzepts. Nach dem Aufenthalt im Haupthaus in Zootzen wechseln die Jugendlichen in Wohngruppen in Gransee, wo sie sich auf ein eigenständiges Leben vorbereiten.

Eine Erfolgsgeschichte von „Neustart“ ist die Trommlergruppe „Drum Attack“, deren Mitglieder gegen Drogen und Gewalt antreten. Die afrikanischen und südamerikanischen Rhythmen sorgen bei vielen Festen für Bewegung in der Region. Maik Bzdziuch, der Leiter von „Drum attack“, war gestern mit den Trommlern beim Schuljahresabschlussfest für die Kinder der Drei-Seen-Grundschule Fürstenberg auf der Festwiese. Mit ihrem Sound konnten die jungen Musiker zwar nicht die Regenwolken vertreiben, animierten aber nicht nur die Kinder zum Tanzen und Klatschen. Dem Nass von oben trotzten die Mädchen und Jungen ohnehin und hatten viel Spaß an den Stationen eines Parcours mit Torwandschießen, Darts, Büchsenwerfen und vielem mehr. „Eltern und Lehrer haben das Fest vorbereitet und helfen auch heute, um den Kindern Freude zu machen“, sagte Astrid Heyking, die zu den Elternsprechern gehört. Da das Fest am Wasser stattfand, hatten die meisten Kinder Badesachen dabei und konnten sich in die 20Grad warmen Fluten des Röblinsees stürzen. Nass waren sie ja ohnehin schon geworden.

Von Anke Dworek

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