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Oberhavel Zu nass: Sommerlager muss umziehen
Lokales Oberhavel Zu nass: Sommerlager muss umziehen
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16:06 28.07.2017
Traktoren mussten eingesetzt werden. Quelle: Robert Roeske
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Vehlefanz

Aufgeweichte Wege. Der pure Schlamm. Auf den Zufahrtswegen zum Sommerlager am Vehlefanzer Mühlensee ging so gut wie nichts mehr. Tiefe Furchen, selbst Lkw mit Allradantrieb sind am Ende nicht mehr durchgekommen – nur noch Trecker.

Am Donnerstagabend fiel dann die Entscheidung: Das Camp muss umziehen. „Die Erreichbarkeit, zum Beispiel durch Rettungskräfte war nicht gegeben“, sagte Dirk Eger, der Leiter des Ordnungsamtes in Oberkrämer, am Freitagvormittag. „Die Zufahrt war so aufgeweicht, dass da niemand langfahren konnte.“ Oliver Lauktien, einer der Organisatoren des Sommerlagers, sprach am Freitag von halbmetertiefen Furchen. Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Veranstalter haben daraufhin diese Entscheidung getroffen.

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Rettungswege mussten neu ausgeschildert werden Quelle: Robert Roeske

Somit ist die Jubiläumsausgabe des Sommerlagers – es findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt – noch mal aus einem ganz anderen Grund eine besondere: Es findet nun auf einer Wiese hinter der Mühle in Vehlefanz statt. Am Donnerstagabend habe es dafür das Okay vom Landwirt Thomas Richter gegeben, sagte Oliver Lauktien. Diese Wiese sei auch über die vorhandenen Wege problemlos erreichbar.

Auch die Toiletten mussten umziehen. Quelle: Robert Roeske

„Das ist ein Riesendrama“, sagte Oliver Lauktien. Noch am Freitagvormittag sind auch über Facebook im Internet Helfer gesucht worden. Denn der Umzug innerhalb weniger Stunden ist eine riesige logistische Herausforderung. Immerhin geht es um rund etwa 250 Menschen, die eine Woche lang im Camp leben sollen – Kinder und Team-Mitarbeiter. Mehr als 100 Helfer sorgten am Freitag dafür, dass das Camp von A nach B gezogen ist. Allerdings werde auf dem neuen Platz keine neue Küche aufgebaut, dafür sei eine andere Lösung gefunden worden.

Der neue Platz musste geharkt werden. Quelle: Robert Roeske

Auch sonst gab es Programmänderungen. Am Nachmittag treffen sich die Camp-Teilnehmer zwar wie geplant an der Bötzower Kirche, die Wanderung danach führt dann aber gleich nach Vehlefanz, auf den Platz hinter der Mühle. Die Übernachtung in der Marwitzer Saubucht ist durch die Veranstalter abgesagt worden. „Wir werden am ersten Tag improvisieren müssen“, sagte Oliver Lauktien. Da die Kinder nun schon Freitagabend und nicht erst heute im Laufe des Sonnabends dort eintreffen, wird es wohl zunächst auch Leerläufe geben. „Aber das gibt uns die Gelegenheit, alles einzurichten“, sagte Oliver Lauktien. Hauptsache nicht absagen – das sei allen Beteiligten in den vergangenen Tagen wichtig gewesen.

Nasse Füße in den Stiefeln. Quelle: Robert Roeske

Von Robert Tiesler

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