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Oberspreewald-Lausitz Impfstart in Brandenburg: 87-Jährige in Pflegeheim zuerst geimpft
Lokales Oberspreewald-Lausitz

Impfstart in Brandenburg: 87-Jährige in Pflegeheim in Großräschen zuerst geimpft

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14:34 27.12.2020
Ruth Heise (M) erhält im DRK-Seniorenwohnpark Großräschen von Dr. Elke Obst die erste Corona-Impfung im Bundesland Brandenburg. Am Sonntag haben die Corona-Impfungen mit dem Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland begonnen. Quelle: Fabrizio Bensch/Reuters/Pool/dpa
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Großräschen

In Brandenburg haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erste Brandenburgerin wurde am Sonntag die 87-jährige Ruth Heise im Seniorenwohnpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Großräschen geimpft. Ihre Tochter hielt der gelernten Friseurin während der Impfung die Hand. „Alles halb so schlimm“, sagte die 87-Jährige nach dem „Piks“ lächelnd. Anschließend kamen etwa 30 weitere Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz dran. Der Landkreis ist in Brandenburg ein Corona-Hotspot mit einer kontinuierlich hohen Zahl an Neuinfektionen.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) rechnet mit einer monatelangen Impfkampagne. „Aber jetzt geht es los: Mit den Impfungen haben wir die Chance, in mehreren Monaten so weit zu sein, dass Infektionsketten wirklich unterbrochen werden können.“ Alle Brandenburgerinnen und Brandenburger, die sich impfen lassen möchten, würden im Laufe des Jahres 2021 ein Impfangebot erhalten. Zunächst müssten aber die harten Lockdown-Maßnahmen noch durchgehalten werden, betonte die Ministerin: „Wir sind noch lange nicht über den Berg.“

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In Brandenburg starteten am Sonntag, den 27.12., die Impfungen gegen das Coronavirus. Als erste Brandenburgerin wurde die 87-jährige Ruth Heise im Seniorenwohnpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Großräschen geimpft.

„Eine lebensrettende Maßnahme“

Zu Beginn stünden nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung, sagte Nonnemacher. „Um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren, sollen zunächst Personen über 80 Jahre und Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen geimpft werden“, erläuterte sie. Sie rief die Bürger dazu auf, sich frühzeitig mit dem Thema Impfung auseinanderzusetzen. „Sie werden rechtzeitig informiert, wann Sie impfberechtigt sind und sich für eine Impfung anmelden können“, kündigte die Ministerin an. „Ich lasse mich impfen, wenn ich an der Reihe bin.“

Das Brandenburger DRK ist für die Koordinierung der Termine und die Anlieferung des Impfstoffs mit mobilen Teams zuständig. „Wir stehen am Anfang eines Impfmarathons“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hubertus Diemer. Denn nun müssten Bewohner und Mitarbeiter von rund 300 Einrichtungen der Altenhilfe geimpft werden. „Eine Impfaktion dieses Ausmaßes hat es bislang noch nie gegeben.“ Dabei sei die Koordinierung und die Logistik der Impfstoff-Anlieferung die größte Herausforderung. „Und wir brauchen eine hohe Impfbereitschaft bei den Beschäftigten und bei den Bewohnern“, betonte Diemer. „Ich kann nur dazu aufrufen, weil dies eine lebensrettende Maßnahme ist.“

Impfstoff wird an geheimem Ort gelagert

Am Samstag war die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen unter Geleitschutz der Bundespolizei in Brandenburg eingetroffen. Aus Sicherheitsgründen wird der Impfstoff von Biontech und Pfizer an einem geheimen Ort gelagert. Nach Angaben des Innenministeriums werden bis zum Jahresende weitere Lieferungen mit insgesamt rund 30 000 Impfdosen erwartet.

In den kommenden Tagen sind laut Gesundheitsministerium weitere Aktionen mit mobilen Impfteams in Senioreneinrichtungen im Landkreis Havelland und in Cottbus geplant. Von Dienstag an sollen auch die Mitarbeiter in den Krankenhäusern gegen das Coronavirus geimpft werden. Zwei Impfzentren in Potsdam und Cottbus starten am 5. Januar.

Von RND/dpa