Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oder-Spree Marathon-Anhörung zur Tesla-Fabrik in Brandenburg ist zu Ende
Lokales Oder-Spree

Marathon-Anhörung zur Tesla-Fabrik in Brandenburg ist zu Ende 

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:46 02.10.2020
Die Anhörung von Kritikern der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Brandenburg ist am Freitag nach acht Tagen beendet worden. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
Anzeige
Erkner

Die Anhörung von Kritikern der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Brandenburg ist am Freitag nach acht Tagen beendet worden. Die Genehmigungsbehörde habe in der Erörterung wichtige Hinweise zu den erhobenen Einwendungen gewonnen, teilte die Sprecherin des Brandenburger Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Abend mit. Jetzt sei es die Aufgabe des Landesamts für Umwelt und der beteiligten Fachbehörden, alle Einwendungen unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse abschließend zu prüfen. Erst danach könne die Entscheidung über den Antrag getroffen werden.

Seit Mittwoch vergangener Woche hatten Naturschützer und Anwohner mit Vertretern des Landesumweltamts und von Tesla in der Stadthalle Erkner Fragen zu den Auswirkungen der geplanten Fabrik auf die Umwelt erörtert. Tesla will vom nächsten Sommer an in Grünheide bei Berlin mit rund 12.000 Beschäftigten eine halbe Million Autos im Jahr bauen.

Anzeige
Der Newsletter direkt aus dem Newsroom

Die Top-Themen, die Brandenburg bewegen. Ausgewählt von der Chefredaktion. Täglich in Ihrem Postfach. 

Kritiker monierten in der Anhörung am Freitag, dass bei den Vorbereitungen für die Bauarbeiten der Schutz von Reptilien wie Nattern oder Eidechsen nicht ausreichend beachtet worden sei. So sei ein Schuttberg auf dem Gelände schnell mit schwerem Gerät abgetragen worden, sagte Steffen Schorcht von der Bürgerinitiative Grünheide. Er befürchtete, dass zahlreiche Zauneidechsen getötet wurden. „Da hätte man vorsichtiger vorgehen müssen, um den Tieren die Flucht zu ermöglichen“, sagte Schorcht.

Der Bau der Fabrik in Grünheide bei Berlin geht schnell voran, obwohl noch keine umweltrechtliche Genehmigung vom Land Brandenburg vorliegt. Allerdings gibt es vorläufige Zulassungen für einzelne Abschnitte. Die öffentliche Anhörung zu den Einwänden von mehr als 400 Einzelpersonen oder Verbänden soll in die Prüfung der Genehmigungen einfließen - der Zeitplan ist offen.

Von RND/dpa

Wegbrechende Absatzmärkte - Schweinepest: China blockt Exporte
13.09.2020