Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin 72 Jahre alte Bilder gehen nach Wulfersdorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin 72 Jahre alte Bilder gehen nach Wulfersdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 28.07.2017
Sewekows Ortschronistin Heidi Kübler übergibt nun die Bilder der Wulfersdorfer Kirche an ihre Amtskollegin Heidrun Lück (nicht im Bild). Quelle: Christamaria Ruch
Sewekow / Wulfersdorf

Seit mehr als 20 Jahren schlummert in Sewekow ein Schatz aus der Heimatgeschichte. Dabei handelt es sich um eine Mappe mit Bildern, die aus der Feder von Walfried Frommhold-Treu stammen. Er war Lehrer und kam Anfang 1945 mit seiner Familie aus Lettland. Zunächst wohnte er in Wulfersdorf und zog wenig später nach Sewekow, um dort zu unterrichten. Mit seinen detailgetreuen Bildern schuf er ein Erbe, das bis heute in Sewekow einen hohen Stellenwert genießt.

Heidi Schäfer ist Vorsitzende beim Heimatverein in Sewekow. 1995 erhielt sie die Mappe mit Walfried Frommhold-Treus Bildern von dessen Sohn Eberhard. Darunter befinden sich auch acht Zeichnungen mit Ansichten und Detailzeichnungen der Kirche in Wulfersdorf. „Ich hatte schon vor zehn Jahren die Idee, diese Bilder nach Wulfersdorf zu geben“, sagt sie. Doch immer wieder musste das Anliegen verschoben werden. „Es gab ja damals keine Ortschronisten in Wulfersdorf und der ehemalige Ortsvorsteher Thomas Kurschat bat mich, das Vorhaben noch zurück zu stellen“, erinnert sich Schäfer.

Das ist mittlerweile ganz anders. Heidrun Lück und Kai-Uwe Stockfisch gehen seit mehr als drei Jahren der Geschichte in Wulfersdorf auf den Grund. „Jetzt ist die Zeit reif, die Bilder abzugeben“, sagt Heidi Schäfer. Dahinter steht auch eine weitere Absicht. „Es ist wichtig, dass wir in unseren Dörfern den Blick über den Tellerrand richten“, sagt sie. Und: „Die Grenze einer Gemeinde ist nicht die Grenze der Geschichte.“ Die Bilder von Wulfersdorf markieren zugleich einen Mosaikstein in der dortigen Heimatgeschichte. „Das Abgeben von einzelnen Fundstücken ist wichtig, um die Lücken in der Geschichte der anderen Dörfer zu schließen“, so Heidi Schäfers Grundhaltung.

Damit spricht sie Heidi Kübler aus dem Herzen. Sie ist seit Oktober 2007 Ortschronistin in Sewekow. „Die Bilder gehören nach Wulfersdorf“, so Kübler. Ihr Ansporn besteht darin, dass die Geschichte der Dörfer nicht vergessen wird. In jedem Dokument aus vergangener Zeit sieht Kübler einen potentiellen Mosaikstein, um weiße Flecken aus der Vergangenheit zu beseitigen. Auch die Bilder sowie die Tagebuchaufzeichnungen von Walfried Frommhold-Treu passen in dieses Muster. „Diese Dokumente sind eine schöne Sache für Sewekow und auch für Wulfersdorf“, sagt sie.

Die Vorfreude ist groß

Bei Amtskollegin Heidrun Lück in Wulfersdorf ist die Vorfreude groß: „Das ist eine wunderbare Idee, diese Bilder zu erhalten.“ Wo die Bilder einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht werden, steht derzeit noch nicht fest. „Anfang August ist wieder Gemeindenachmittag in der Kirche, da werde ich davon berichten“, sagt Lück. „Bei einer Zusammenkunft aller Wittstocker Ortschronisten Anfang dieses Jahres haben wir angeregt, dass wir uns alle halbe Jahre treffen, um uns auszutauschen“, sagt sie. Die Bilderübergabe am 26. Juli kann dafür ein willkommener Anlass sein.

Von Christamaria Ruch

Die Dosse-Städter stellten eine große Delegation beim Neustadt-Treffen nahe Coburg. Mit von der Partie waren auch der Fanfarenzug des Amtes Neustadt (Dosse) und die Country-Kids der Homburg-Schule. Das nächste und damit 40. Neustadt-Treffen wird in Polen gefeiert.

28.07.2017

Für Abwechslung in den Sommerferien ist in der Schlossbibliothek Freyenstein gesorgt. Dort wird jeden Dienstag gebastelt, geraten und gespielt. Diesen Dienstag ging es im Piratenoutfit auf Schatzsuche im Schloss.

25.07.2017

Der Teich in Blesendorf führt bereits seit Jahren zu wenig Wasser. Als Folge konnten unter anderem schon lange keine „Schwimmschuh.Meisterschaften“ mehr auf dem Gewässer stattfinden. Die Ursache für das Niedrigwasser ist derweil unklar – denn Regenwasser gab es in letzter Zeit genug. Die Gemeinde Heiligengrabe hat deshalb ein Gutachten des Teiches in Auftrag gegeben.

27.04.2018