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Ostprignitz-Ruppin Abriss der verlassenen Militärbauten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Abriss der verlassenen Militärbauten
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17:57 29.08.2014
So restlos sauber ist die Stelle, auf der vorher ein Plattenbau stand. Quelle: Gerd-Peter Diederich
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Zuvor wird um die Abrisshäuser herum, auf Wegen, verdeckten Leitungstrassen, in Kanälen und dann sehr gründlich in jedem Haus mit Suchsonden genau kontrolliert, dass sich nirgendwo noch Munition oder Metallteile unbekannter Funktion verbergen oder vergraben worden sind.

Unter Dielenbrettern wurden inzwischen schon einige scharfe Patronen gefunden, sofort fachmännisch beseitigt und zum Abtransport an einen sicheren Ort verladen. "Spektakulär Scharfes haben wir bisher nicht gefunden. Gewehrmunition, die die abrückenden russischen Soldaten wohl als Souvenir mitnehmen wollten und vergessen haben, die lag vereinzelt unter den Dielen. Das haben wir sofort eingesammelt", sagt der Munitionsbergungsdienstleiter vor Ort.

Bis in 2,50 Meter Tiefe entgeht dem Suchtrupp nichts, was aus Metall ist. Bis in diese vorgeschriebene Suchtiefe muss der Munitionsbergungsdienst auch gegenüber dem Auftraggeber, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Munitionsfreiheit anschließend bestätigen.

Von der Bima wurde auch der Löwenanteil des Geldes für den Abriss und die Flächenberäumung bereitgestellt mit der Auflage, dass für sehr lange Zeit darauf nicht gebaut werden darf und alles urwüchsig belassen wird. Die Stadt und der Naturschutzfonds sind finanziell ebenfalls beteiligt.

Inzwischen haben die großen Abrissbagger schon einen Plattenbau abgerissen. In der alten Anlage zwischen dem starken Bewuchs wurden die russische Schule, das Magazin-Kaufhaus, die Turnhalle und auch schon das halbe Krankenhaus abgetragen.

Vom Krankenhaus bleibt der Keller erhalten. "Der ist voll belegt, die Fledermäuse überwintern schon darin", will ein Bauarbeiter durch eine kleine Fensterluke entdeckt haben. Zwei Keller bleiben als Fledermausquartiere erhalten.

Der Bauleiter freut sich an jedem Arbeitstag, dass seine Männer gleich mit ihrer Technik wieder arbeiten können. Denn hier ist ein Wachschutz organisiert. "Wir stellen zum Feierabend alle Maschinen beim Wachschutz konzentriert ab. Seitdem ist immer alles in Ordnung. Ohne den Wachschutz wurde uns auf anderen Baustellen andauernd Diesel geklaut und viel demoliert", sagt der Bauleiter.

Von Gerd-Peter Diederich

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