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Ostprignitz-Ruppin Ärger im Neuruppiner Schilderwald
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ärger im Neuruppiner Schilderwald
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22:42 26.02.2018
Viele Autofahrer ärgern sich über einen Schilderwald wie diesen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Toleranz des Neuruppiner Ordnungsamtes hat Grenzen. Nach zwei Wochen Knöllchenschreiben sind sie jetzt erreicht. Seit 1.März gilt in Neuruppin wieder Kehrzeit. In vielen Straßen der Innenstadt herrscht an einem Vormittag pro Woche Halteverbot, damit der Bauhof mit seiner Kehrmaschine den Dreck von der Fahrbahn fegen kann. Offenbar ignorieren in diesem Jahr besonders viele Autofahrer die Verbotsschilder und parken trotzdem. "Wir haben seit 1. März allein wegen des Kehrplans 84 Verstöße geahndet", sagte Neuruppins Ordnungsdezernent Thomas Fengler gestern – Tendenz steigend.

Bisher haben die Politessen es bei Knöllchen bewenden lassen. Von der kommenden Woche an wird die Stadtverwaltung Falschparker, die der Kehrmaschine im Wege sind, abschleppen lassen. Zu den Kosten für den Strafzettel kommt dann noch einmal ein saftiger Zuschlag drauf.

Übersichtlich ist das nicht unbedingt: In Zeiten der Baustellen kommen zu diesen Schildern noch manch andere hinzu. Quelle: Peter Geisler

"Als besonderer Schwerpunkt stellt sich gerade die Virchowstraße heraus", sagt Fengler. Allein dort haben die Kontrolleurinnen bei 36 Autos ein Strafmandat hinter die Windschutzscheibe geklemmt. Warum ausgerechnet die Virchowstraße? "Das hängt vielleicht mit den Baustellen zusammen", vermutete Dezernent Thomas Fengler.

Seit Ende 2013 lassen die Stadtwerke in der Neuruppiner Altstadt etliche neue Leitungen verlegen. Monatelang waren etliche Straßen aufgerissen, waren die Firmen an einer Stelle fertig, wurde an der nächsten Ecke weitergebaut.

Parken verboten

  • Der Stadtbauhof ist verpflichtet, viele Straßen in der Innenstadt wenigstens einmal pro Woche zu fegen. Festgelegt wird das in der Straßenreinigungssatzung der Fontanestadt.
  • Damit die Kehrmaschine genügend Platz hat, den Schmutz erreichen kann und keine Autos beschädigt, gilt dafür in der Kehrsaison vom 1. März bis 30. November vielerorts in der Innenstadt einmal pro Woche ein absolutes Halteverbot.
  • Das Parkverbot gilt so lange, wie es auf den Verkehrsschildern vermerkt ist. Ob die Kehrmaschine schon vorbeigefahren ist oder nicht, spielt keine Rolle. Wer innerhalb dieser Frist dort parkt, riskiert ein Knöllchen.

Ständig änderten sich die Verkehrsregeln – ständig wurden neue Schilder aufgestellt, umgedreht, überklebt, verschoben oder umgesetzt. Nicht immer war in den vergangenen Monaten eindeutig zu erkennen, welche Vorschriften denn nun eigentlich gelten. Hinzu kommt, dass viele Parkplätze wegen der Baustellen vorübergehend weggefallen sind.

Auch die Virchowstraße war betroffen. Vorübergehend galt zwischen Brasch- und August-Bebel-Straße eine Einbahnregelung; die gibt es zwar nicht mehr, trotzdem parken noch immer einige Autos entgegen der Fahrtrichtung am linken Rand, wie es in der Einbahnstraße vorgesehen war. In der vergangenen Woche wurde vorübergehend ein Halteverbot eingerichtet, das eigentlich nur bis vergangene Freitag gelten sollte – die Schilder standen aber auch noch, als es gar keinen Grund mehr für ein Parkverbot gab. In der benachbarten Braschstraße stehen gleich mehrere Halteverbotsschilder mit widersprechenden Regeln nebeneinander. Daneben ein Sackgassenschild, obwohl es wegen einer Baustelle gleich zu Beginn der Straße tagelang gar nicht möglich war, auch nur zwei Meter in die Straße zu fahren.

Dass manche Autofahrer vom permanenten Schilderwechsel verwirrt sein können, lässt Neuruppins Ordnungsdezernent Fengler aber nicht gelten. Die Regeln seien eindeutig, sagt er: "Das ist schon richtig zu erkennen."

Welches Schild wo stehen darf, legt das Straßenverkehrsamt des Kreises fest. Und das wird noch in dieser Woche für mehr Ordnung sorgen. Überflüssige Halteverbotszeichen sollen entfernt werden, kündigte Norbert Linkowitsch gestern auf Nachfrage an. Und auch die Einbahnstraßenregelung, die seit Monaten in der Schinkelstraße gilt, soll aufgehoben werden, um so wieder mehr Klarheit zu schaffen. Der Abschnitt des ehemaligen Busbahnhofs bleibt jedoch gesperrt.

Von Reyk Grunow

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