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Ostprignitz-Ruppin Ärger über Straßensperrung an der Obermühle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ärger über Straßensperrung an der Obermühle
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17:06 25.01.2018
Die Rheinsberger Mühlenstraße ist wegen Sicherungsarbeiten halbseitig gesperrt. Wann sich das ändert, ist unklar. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Dass sich an der Rheinsberger Obermühle endlich etwas tut, finden die Stadtvertreter gut. Schließlich vermissten sie jahrelang das Engagement des Immobilienbesitzers und konnten lediglich tatenlos dabei zusehen, wie das historisch wertvolle Gebäude direkt am Schloss und nahe dem Zentrum zusehends verfiel. Nun wird an dem maroden Gebäude gearbeitet. Das führt allerdings auch wieder bei manchen zum Unmut. Denn wegen der Sicherungsarbeiten ist die Mühlenstraße halbseitig gesperrt; eine Ampel regelt den Verkehr. Kurzzeitige Staus sind die Folge.

Und genau das ärgert den CDU-Stadtverordneten Björn Plazikowski. Schließlich sei so eine Autoschlange am Eingang zum Zentrum kein gutes Aushängeschild für eine Touristenstadt. Zumal dort auch viele voll beladene Lkw warten müssten. Plazikowski fordert die Verwaltung auf, sich darum zu bemühen, dass die Sperrung bis zum Saisonanfang zu Ostern wieder verschwindet.

So einfach ist es aber nicht. Denn die Stadt habe keinen Kontakt mit dem Eigentümer der Immobilie, sagt Bauamtsleiter Daniel Hauke. Vielmehr sei der Landkreis dafür zuständig. Immerhin werde aber auf der Baustelle im Moment stetig gearbeitet, so dass die Sicherung demnächst beendet sein und die Sperrung abgebaut werden dürfte. Wann das aber genau passiert, darauf habe die Stadt keinen Einfluss, so Hauke.

Auch in der Kreisverwaltung kann aktuell niemand sagen, wie lange die Arbeiten dauern werden, so Kreissprecherin Britta Avantario auf MAZ-Anfrage. Das liegt daran, dass diese vom Eigentümer selbst beauftragt wurden. Die Sicherung des Gebäudes, die nach dem Absturz einiger Steine auf den Gehweg im vergangenen Jahr vom Landkreis ohne Aufschub gefordert wurde, hat im Dezember begonnen. Damals ging die Kreisverwaltung davon aus, dass die Sicherungsarbeiten mehrere Wochen dauern werden. Ein Endtermin wurde aber nicht genannt.

Bei der Sicherung geht es vor allem um die Giebelwand, die nun mit Stützbalken ausgestattet wird. Dabei gehe es allerdings lediglich darum, „die Bausubstanz statisch-konstruktiv zu sichern“ – und eben nicht darum, das Gebäude zumindest für einige Jahre vor dem Verfall zu retten. Denn dazu wäre viel mehr notwendig, wie die vom Kreis im Herbst eingesetzten Gutachter festgestellt haben: eine Stabilisierung der ufernahen Gründung, die Instandsetzung der Innenseite des Außenmauerwerks, die Sanierung und teilweise Erneuerung der Deckenbalkenlagen oder der Bau einer Überdachungskonstruktion. Diese Maßnahmen zu realisieren, sei jedoch noch nicht geplant, sagt Britta Avantario. „Letztlich jedoch ist die langfristige Erhaltung des Mühlengebäudes nur durch die umfassende denkmalgerechte Sanierung im Zusammenhang mit einer Nutzungsbelebung sicher zu stellen.“ Ob das gelingen wird, ist offen. Denn die Zusammenarbeit mit dem Immobilieneigentümer verlief in der Vergangenheit eher zäh. Irgendwann übernahm der Kreis sogar seine Pflichten per Ersatzvornahme (die MAZ berichtete).

Von Celina Aniol

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