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Ostprignitz-Ruppin Alles Wichtige zur Landratswahl in Ostprignitz-Ruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Alles Wichtige zur Landratswahl in Ostprignitz-Ruppin
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16:25 21.04.2018
Ab 8 Uhr sind heute die Wahllokale geöffnet. Quelle: dpa
Neuruppin

Am Sonntag gilt es für gut 86.100 Wahlberechtigten in Ostprignitz-Ruppin: Ein neuer Landrat wird gesucht. Denn die Amtszeit von Ralf Reinhardt (SPD) geht zu Ende. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Mit einem ersten Zwischenstand ist ab 18.30 Uhr zu rechnen.

Das sind die Kandidaten

Reinhardt stellt sich zwar zur Wiederwahl, doch ob diese gelingt, das ist keinesfalls sicher. Die MAZ hat alle Kandidaten ausführlich vorgestellt.

Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD)

Rechtsanwaltsgehilfin Petra Hentschel (AfD)

Kreisbauernchef Sven Deter (CDU),

Arzt Christian Scherkenbach (parteilos, unterstützt von den Linken)

Rechtsanwalt Hans-Georg Rieger (BVB-Freie Wähler)

Wer wird neuer Landrat?

Neuer Landrat wird, wer mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Erreicht das keiner, kommt es am 6. Mai zur Stichwahl. In diese ziehen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Da am Sonntag fünf Kandidaten um die absolute Mehrheit kämpfen, scheint ein weiterer Wahldurchgang wahrscheinlich.

Wer sind die Favoriten?

Ralf Reinhardt (SPD) dürfte einen Amtsbonus genießen. Seit 2010 ist er im Amt. Doch in den vergangenen Monaten war er häufiger in die Kritik geraten. Unter anderem deswegen, weil er im Wahlkampf Firmen in der Region besuchte. Kritiker forderten, dass er den „Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler“ abbrechen sollte.

Schärfster Kontrahent dürfte CDU-Politiker Sven Deter sein, der Kreisbauernchef weiß mit den Landwirten eine starke Lobby hinter sich. Spannend wird, welche Rolle die AfD-Kandidatin Petra Hentschel spielen kann. Bei Kommunal- und Landratswahlen hatte die AfD stets gute Ergebnisse erzielt. Das Rennen um die zwei Plätze der Stichwahl dürfte zwischen Hentschel, Reinhardt und Deter entschieden werden. Außenseiterchancen hat der Arzt Christian Scherkenbach, der auch im Betriebsrat der Ruppiner Kliniken sitzt, gut vernetzt ist und von den Linken unterstützt wird. Der Rechtsanwalt Hans-Georg Rieger (BVB-Freie Wähler) dürfte keine große Rolle spielen.

Was ist mit dem Quorum?

Erreicht einer der Kandidaten am Sonntag mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen, ist er nur dann direkt zum Landrat gewählt, wenn er das Quorum erreicht. Seine Stimmenzahl muss zugleich mindestens 15 Prozent der Zahl aller Wahlberechtigten ausmachen. Sonst gilt die Abstimmung als gescheitert. In Ostprignitz-Ruppin müsste der siegreiche Kandidat also rund 13.000 Stimmen bekommen, um das Quroum zu erreichen.

Was passiert, wenn das Quorum nicht erreicht wird?

Erreicht keiner der fünf Kandidaten mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen spielt das Quorum keine Rolle. Verfehlt aber auch in der Stichwahl der siegreiche Kandidat das Quorum, gilt die Wahl als gescheitert, dann muss der Kreistag den Landrat wählen.

Von Andreas Vogel

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