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Ostprignitz-Ruppin Am Start mit Weltraumtechnik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Am Start mit Weltraumtechnik
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16:01 10.05.2014
Das OSZ-Team mit seinem futuristisch anmutenden neuen Rennfahrzeug verabschiedet sich vor der Tour nach Rotterdam. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Das Fahrzeug sieht aus wie ein überdimensionaler Roboterhund. Drumherum tummeln sich orangegekleidete Jugendliche, die an dem Elektrotier herumschrauben und über die schwarzglänzende Oberfläche streichen. Ganz in der Nähe setzt sich ein anderes futuristisches Objekt in Knallorange in Bewegung und dreht vor dem Alten Gymnasium lautlos einige Runden. Die Szene auf dem Neuruppiner Schulplatz an diesem Freitagmittag scheint wie aus einem Science-Fiction-Film herausgeschnitten - und tatsächlich haben die Menschen in Orange eine Mission, eine irdische allerdings: Sie wollen mit den kleinen Wunderfahrzeugen, in denen teilweise Technik aus der Weltraumindustrie steckt, die ersten Plätze beim diesjährigen Shell-Eco-Marathon in Rotterdam belegen.

229 Teams aus 26 Ländern Europas und Afrikas stellen sich dort nächste Woche der Aufgabe, mit einem Liter Sprit oder der entsprechenden Menge Strom so weit wie möglich zu fahren. Neuruppin stellt gleich zwei Mannschaften mit insgesamt 25 Mitgliedern. Es sind Lehrer und Schüler des Oberstufenzentrums (OSZ) und der Evangelischen Schule (Evi), die erstmals dabei ist. Stolz präsentieren sie ihre Fahrzeuge, die sie in den vergangenen Monaten in der Werkstatt des Autobastlers Christian Wenger-Rosenau aus Nietwerder selbst gebaut haben und mit denen sie Montag früh zu dem Wettbewerb aufbrechen wollen.

Schüler gegen Studenten

Eigentlich ist der Shell-Wettbewerb für Berufsschüler und Studenten gedacht. Die Neuruppiner Schüler sind die einzigen, die mitmachen. Die Fontanestadt ist auch die einzige, die gleich zwei Teams an den Start schickt.
Die Rennen in Rotterdam beginnen am Freitag. Die Siegerehrung findet am Sonntag, 18. Mai, statt.

Die OSZ-Leute, die schon siebenmal am Rennen teilnahmen, scharen sich um den Roboterwagen. Nur 29 Kilogramm wiegt das neue Fahrzeug des Teams Ruppin-Jet, das in der Kategorie "Prototyp" startet. Unterstützt wird das mit einer modernen Elektrobatterie betriebene Gefährt von Solarmodulen aus Gallium-Arsenid, die sonst in der Raumfahrt verwendet werden. Das Problem: Die Solarplatten kamen so spät, dass sie erst noch eingebaut werden müssen. "Das wird hart", sagt Projektleiter Detlef Gebert, der früher am OSZ unterrichtete.

Die Evi-Schüler, die in der Klasse "Urban" fahren, bei der nur Wagen mit Straßenzulassung erlaubt sind, haben's besser. Sie übernahmen das vom OSZ gebaute orangefarbene Elektrofahrzeug und rüsteten es auf. Die Zusammenarbeit ist das erste große gemeinsame Projekt des neuen Schulverbunds, zu dem OSZ, Evi und das Schinkelgymnasium gehören. "Wir sind dankbar, dass wir mitmachen dürfen", sagt Lehrer Matthias Leich, der den Wettbewerb an der Evangelischen Schule betreut. "Das Herz des Lehrers geht auf, wenn man sieht, mit welchem Know-how die Schüler an die Sache rangehen, wie die OSZ-Schüler als Fachleute unseren ,Quereinsteigern' unter die Arme greifen, wie sich diese schnell selbst zu Experten entwickeln." An der Zusammenarbeit will die Schule auch 2015 festhalten.

Doch nun geht es um die diesjährigen Rennen. "In diesem Jahr sind wir so gut aufgestellt wie noch nie", sagt Gebert. "Wir wollen aufs Siegertreppchen." Nur eines wurmt den Mann, der das Interesse für den Wettbewerb in Neuruppin 2007 geweckt hatte. Er vermisse die Unterstützung der Stadt. "Jetzt sind wir bei der Präsentation schon mitten in der Stadt - und der Bürgermeister schafft es nicht hierher. Das ist schwach." Denn die Teams sind nicht nur Tüftler. "Wir sind auch Botschafter Neuruppins und die einzigen Schüler, die dabei sind." 50.000 Zuschauer säumten 2013 die Strecke in Rotterdam.

Von Celina Aniol

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