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Amt Temnitz Bauarbeiten an Kita verzögern sich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Bauarbeiten an Kita verzögern sich
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12:20 22.07.2018
Auch die Arbeiten in der Walslebener Kita beginnen später. 2017 hatten die Kleinsten bereits einen neuen Waschraum bekommen.
Auch die Arbeiten in der Walslebener Kita beginnen später. 2017 hatten die Kleinsten bereits einen neuen Waschraum bekommen. Quelle: Peter Geisler
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Walsleben/Wildberg

Die geplanten Bauarbeiten an der Wildberger Kita „Wiesenzwerge“ verzögern sich. Eigentlich hatte das Amt Temnitz in den Sommerferien anfangen wollen, die Kita zu vergrößern. Doch das Ausschreibungsverfahren, in dem das Amt nach geeigneten Baufirmen suchte, war erfolglos. Bewerber hätten teilweise überteuerte Angebote abgegeben, sagt Bauamtsleiterin Jenny Buschow. „Die Preise auf dem Markt sind explodiert.“ Für drei von insgesamt neun ausgeschriebenen Arbeiten meldeten sich erst gar keine Interessenten.

Das Amt hat Baufirmen jetzt noch mal direkt angeschrieben. Buschow hofft, in einem so genannten beschränkten Bieterverfahren akzeptable Angebote zu bekommen. Denn die Zeit drängt. Das Amt bekommt für den geplanten Anbau 143000 Euro Fördermittel. Im kommenden Jahr müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Burgturm mit zwei zusätzlichen Räumen

Die „Wiesenzwerge“ sollen einen Burgturm mit zwei zusätzlichen Räumen bekommen. „Die Kita platzt aus allen Nähten“, sagt Buschow. „Wir müssen das unbedingt machen.“ Derzeit ist ein Betrieb nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

Das Amt hatte geplant, dass die „Wiesenzwerge“ im November in die neuen Räume ziehen können. Buschow wagt derzeit keine Prognose für einen Einzugstermin. Sie würde sich wünschen, dass vor dem Winter zumindest der Rohbau steht.

Späterer Start auch in Walsleben

Auch die geplanten Arbeiten an der Walslebener Kita verzögern sich. Eine öffentliche Ausschreibung erbrachte kein einziges Angebot. Buschow hofft auch hier auf Erfolge in einer zweiten Ausschreibungsrunde. Das Amt will die alte Kita-Terrasse abreißen und für jeden Raum einen eigenen Zugang in den Garten gestalten. Zugleich sollen die Außenanlagen verschönert werden.

Anders als bei der Wildberger Kita steht das Amt in Walsleben nicht ganz so unter Druck. „Wir können die Außenanlagen auch im Frühjahr machen“, sagt Buschow. Wichtige Arbeiten wie der Bau einer eigenen Garderobe und eines eigenen Toilettenraums für die Kleinsten waren bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen worden.

Für das Amt Temnitz bedeuteten die wiederholte Ausschreibungen einen „enormen Papierkram“, so Buschow. Denn das Amt hat nicht nur für die Kitas in Walsleben und Wildberg Aufträge zu vergeben. Auch für die geplante neue Kita in Kränzlin sucht das Amt Baufirmen. In dieser Woche beginnt das Ausschreibungsverfahren – europaweit.

Von Frauke Herweg