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Amt Temnitz Falsche Enkel und falsche Polizisten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Falsche Enkel und falsche Polizisten
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18:36 30.10.2019
Die Polizei warnt vor Anrufen, bei denen sich die Täter als Polizisten ausgeben. Quelle: Arno Burgi/dpa
Temnitzquell/Perleberg

In der Region sind wieder vermehrt Enkeltrickbetrüger unterwegs. Davor warnt die Polizei aus akutem Anlass: Am Dienstagnachmittag wäre ein 88 Jahre alter Mann in einem Ortsteil der Gemeinde Temnitzquell um ein Haar um 20.000 Euro gebracht worden – nur ein Zufall verhinderte das.

Der alte Mann bekam einen Telefonanruf seines vermeintlichen Enkels. Dieser erzählte ihm, dass er eine größere Anschaffung vorhabe und sich dazu 20.000 Euro von seinem Opa leihen möchte. Ein Taxi sei bereits auf dem Weg zum „Opa“, damit der das Geld von der Bank holen könne.

Der 88-Jährige begab sich daraufhin nach draußen, und tatsächlich kam ein Taxi und fuhr ihn zur Bank nach Neuruppin. Dort zahlte man ihm auch ohne weitere Nachfragen das Geld aus, und das Taxi brachte ihn wieder nach Hause. Als der 88-Jährige aus dem Taxi stieg, traf sein richtiger Sohn ihn zufällig, fragte seinen Vater und erkannte den Betrugsversuch.

Ein 81-jähriger Perleberg verlor seine Ersparnisse

Weniger Glück hatte am Dienstagabend ein 81 Jahre alter Mann in Perleberg. Er fiel auf einen angeblichen Polizisten her­ein, der gegen 18 Uhr anrief und fast fünf Stunden lang auf ihn einredete, bis der Mann dem falschen Polizisten seine Ersparnisse und persönlichen Dokumente anvertraute, damit diese sicher vor Einbrechern seien.

Bei einem 79 Jahre alten Perleberger hatte ein falscher Kriminalbeamter eine Stunde zuvor am Telefon kein Glück. Als die Schwiegertochter des 79-Jährigen das Gespräch an sich nahm, legte der Betrüger auf.

Eine 82 Jahre alte Perlebergerin weigerte sich am Dienstag, einem falschen Polizisten am Telefon Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse zu geben – bis der Betrüger auflegte.

Leute sollten misstrauisch sein

In Blüthen bei Karstädt durchschaute eine 70 Jahre alte Frau am Montagabend ebenfalls den Betrug, als ein angeblicher Polizeibeamter behauptete, die Adresse der Frau im Notizbuch eines festgenommenen Einbrechers gefunden zu haben. Die 70-Jährige legte auf und informierte die echte Polizei.

Die warnt nun: Werden Sie bei derartigen Anrufen immer misstrauisch und rufen Sie 110 an. Geben Sie an niemanden Geld oder Wertgegenstände heraus! Echte Polizisten haben einen Dienstausweis und nehmen niemals Wertgegenstände an sich, um sie vor Diebstahl zu schützen.

Von MAZonline

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