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Amt Temnitz Wohnen und Arbeiten im Schlosspark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Wohnen und Arbeiten im Schlosspark
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16:43 23.10.2018
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut: das Kränzliner Schloss. In den 90er-Jahren war es saniert worden.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut: das Kränzliner Schloss. In den 90er-Jahren war es saniert worden. Quelle: Frauke Herweg
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Kränzlin

Wer hier einmal wohnt oder arbeitet, blickt ins Grüne. Das Unternehmen Schlosspark Kränzlin will ein Wohn- und Geschäftsareal unweit des Schlosses Kränzlin errichten. Geplant sind Büro-, Ausbildungs- und Seminarräume sowie Baugrundstücke.

Bevor das Unternehmen von Schlosseigentümer Marcus Schmieke jedoch seine Pläne umsetzen kann, muss die Gemeinde Märkisch Linden zunächst einen Bebauungsplan für das Areal am südöstlichen Ortsausgang aufstellen. Am kommenden Montag wollen die Gemeindevertreter erstmals über den B-Plan „Arbeiten und Wohnen im Schlosspark“ diskutieren. Ganz unbekannt ist ihnen das Vorhaben nicht – im September hatte Schmieke seine Ideen bereits vorgestellt.

Zu wenig Platz im Schloss

Für die im Schloss angesiedelten Unternehmen würden Büros, Seminarräume, eine Cafeteria und Wohnungen gebraucht, sagte Falk Hubald, der Geschäftsführer von Schlosspark Kränzlin. In den vergangenen eineinhalb Jahren seien neue Mitarbeiter eingestellt worden. „Der Platz im Schloss geht uns aus.“

20 Mitarbeiter sind derzeit in Kränzlin beschäftigt, 16 weitere in Neuruppin, heißt es in der Beschlussvorlage. Aus Platzgründen, so Hubald, habe man in die Neuruppiner Schinkelstraße ausweichen müssen. Um Mitarbeiter langfristig zu binden, will Schlosspark Kränzlin auch attraktive Wohnmöglichkeiten unweit des Schlosses anbieten. Bis zu acht Baugrundstücke für Einfamilienhäuser sollen ausgewiesen werden, wenn die Gemeindevertreter einem B-Plan zustimmen.

Große Fläche wurde entsiegelt

Zu Beginn des Jahres hatte die Firma Schlosspark Kränzlin für die weitere Entwicklung des Standortes ein östlich angrenzendes Grundstück eines ehemaligen Landwirtschaftsbetriebes gekauft. In den vergangenen Monaten hatte der Vorbesitzer alle dort noch vorhandenen Gebäude abreißen lassen. Er entfernte zudem asphaltierte Stellflächen und Wege. Insgesamt, so Hubald, seien fast 10 000 Quadratmeter Boden entsiegelt worden.

Die Unternehmen im Schloss gehören zur Timewaver- und Healy-Gruppe – sie sind Entwickler und Hersteller alternativmedizinischer Produkte. Timewaver-Systeme analysieren das morphogenetische Feld, in dem Informationen zur Persönlichkeit, zur Psyche und des physiologischen Zustandes enthalten sind.

Von Frauke Herweg