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Amt Temnitz Duo Goldrausch spielte Musik der 20er Jahre
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Duo Goldrausch spielte Musik der 20er Jahre
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20:25 23.02.2019
Klarinettistin Sabina Matthus-Bebie und Akkordeonist Felix Kroll spielten in der Temnitzkirche Netzeband Musik der 1920er Jahre. Quelle: Regine Buddeke
Netzeband

Goldrausch – der Name passt wie angegossen – sind die beiden Musiker doch ständig auf der Suche nach verborgenen Schätzen, denen sie gemeinsam eine musikalische Fassung geben und das Juwel musikalisch zum Strahlen bringen.

Hinter dem klangvollen Namen verbergen sich Klarinettistin Sabina Matthus-Bebie und Akkordeonist Felix Kroll – beide ein eingespieltes Duo und bekannt in der Temnitzkirche Netzeband. Am Samstag war es entsprechend voll, fast 100 Zuhörer sind gekommen, um dem Programm zu lauschen. Und es geht – nomen est omen – um Gold. Genauer gesagt um die Goldenen Zwanziger Jahre – in den USA auch Roaring Twenties genannt. Die sind gerade hoch im Kurs – der Serie „Babylon Berlin“ sei Dank.

Sabina Matthus-Bebie organisiert alljährlich das Netzebander Klarinettenfestival

„Wir wollen Ihnen gern die musikalische Vielfalt dieser Zeit präsentieren“, eröffnet die Klarinettistin und greift erst einmal zum Saxofon. Für die „Dance Suite“ von Matyas Seiber muss es erst einmal eine Lage tiefer sein. Tango – Habanera, Waltz, Charleston – Foxtrott – Cakewalk: Oh ja, das klingt nach einem aufregenden, süffigen Cocktail, den man nachmittags aber auch nachts gut genießen kann. Das Publikum schlürft jede Note gierig auf. Und – so verrät Sabina Matthus-Bebie – ihr Saxofon ist eines aus den 20ern.

Bela Bartoks Rumänische Volkstänze sind ein Gedicht, auch Krenek und Eisler gehen gut ins Ohr. Ein Sahnehäubchen vor der Pause sind die bekannten Songs aus der Dreigroschenoper – auch diese ist ja unlängst als Film erschienen. Das Zeitalter boomt. Gold, Glanz und Glitter.

Zu Ostern wird es ein Konzert für Soloklarinette und Streicher geben

Der zweite Teil bringt noch mehr Schmelz. Ein Stravinsky-Tango eröffnet, dann kommt der König des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, zu Ehren. Paul Abraham dagegen hat in den 30ern die Operette entstaubt und mit Jazzelementen bereichert. Auch ihn lassen die Musiker mit geschmeidig-süß und innig erstrahlen.

Ein wenig Gershwin – filigran und virtuos – leitet wieder zum Tango. „La Cumparsita – so erfährt man – ist in den Tanzsalons stets der Rausschmeißer. „Danach kommt höchstens noch ein Titel“, sagt Felix Kroll. In diesem Fall eine „Milonga de Buenos Aires.“

Und weil’s so schön ist, trotzen die Zuhörer den Musikern noch eine Zugabe ab: Auch die aus den Tangosalons und der älteste aufgeschriebene Tango überhaupt: „El choclo“ – „Der Maiskolben“. reb

Von Regine Buddeke

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