Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Amt Temnitz Gemeinden suchen Fehler im Windplan
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Gemeinden suchen Fehler im Windplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 25.01.2019
Fast 1000 Windräder drehen sich schon in der Region. Doch es sollen noch mehr gebaut werden. Quelle: Peter Geisler
Walsleben

Die sechs Gemeinden im Amt Temnitz wollen bei einer internen Beratung mit dem Planer Jörg W. Lewin und dem Amtsdirektor Thomas Kresse am Mittwoch in Walsleben prüfen, ob und wie sie gegen den Windplan vorgehen können, den die regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel im November beschlossen hat. Der Plan sieht 34 sogenannte Eignungsgebiete für Windräder in der Region Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel vor. Zudem soll es am Mittwoch darum gehen, wie die sechs Gemeinden mit dem eigenen Flächennutzungplan im Amt Temnitz weiterverfahren sollen.

Planer warnt vor Schnellschüssen

Mit diesem Papier wurden in den vergangenen Monaten einige Pläne für Windräder in dem Gebiet abgewiesen. Das geht jetzt nicht mehr, da jetzt der neue Regionalplan Wind die Richtung vorgibt – auch wenn er noch nicht von der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg bestätigt wurde. Das kann auch noch ein paar Monate dauern.

Auch deshalb warnte der Planer Lewin am Freitag vor Schnellschüssen. Der Regionalrat Thomas Voigt aus Garz hatte schon im November unmittelbar nach der Verabschiedung des neuen Windplanes gedroht, gegen das Papier klagen zu wollen.

Wie gehen Gemeinden mit dem eigenem Plan um?

Eine Klage gegen vermutete Verfahrensfehler ist allerdings erst möglich, wenn der Plan rechtskräftig ist. Das könnte bis zum nächsten Jahr dauern, so der Planer Jörg Lewin.

Zudem müsste die klagende Gemeinde mit einem sehr aufwändigem und schwierigem Verfahren rechnen, das sehr viel Geld kosten werde.

Laut Jörg W. Lewin sollten sich die Gemeinden zuvor einigen, wie sie mit der eigenen Planung weiter umgehen. Dazu soll die interne Sitzung am Mittwoch dienen. Klar ist zwar, dass die sechs Gemeinden Windräder im Wald ablehnen, aber ansonsten gibt es unterschiedliche Meinungen.

„Das Land hält uns hin“

Das liege auch daran, dass Eigentümern mehr als 50 000 Eu­ro angeboten werden, wenn sie einige Flächen für den Bau von Windrädern abgeben, sagte Burghard Gammelin. „Das spaltet die Gemeinden“, betonte der Bürgermeister von Walsleben. „Wir müssen dagegen kämpfen, dass der Bau von Windrädern noch immer privilegiert ist“, so Burghard Gammelin.

„Das Land schläft und hält uns hin“, monierte Johannes Oblaski, der Bürgermeister von Temnitzquell. Dabei habe Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im vergangenen Jahr versprochen, dass die Gemeinden mehr Mitspracherechte beim Planen und dem Bau von Windrädern erhalten. Doch getan hat sich bislang wenig. Johannes Oblaski hofft deshalb auf ein Moratorium, das den Bau von Windrädern verhindert. Auch das war beim Land im Gespräch – ohne, dass etwas passiert sei.

Von Andreas Vogel

Es ist etwas Neues in der Region: Im Mai will die erste Natur-Kita Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren betreuen. Kinder und Erzieher sollen vorwiegend im Freien seien und die Natur erleben. Deshalb gibt es auch kein herkömmliches Spielzeug.

24.01.2019

Ein 29-Jähriger meldet sich am Sonntag als Opfer einer Entführung bei der Autobahnpolizei in Walsleben. Die Entführer hätten ihn in den Kofferraum eines Autos gesperrt, um ihn zu töten. Plötzlich nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung.

21.01.2019

Feuerwehrleute im Amt Temnitz sollen höhere Aufwandsentschädigungen bekommen. Dem Amtsausschuss reichten die vorgeschlagenen Summen jedoch nicht aus. Seine Mitglieder wollen erneut diskutieren.

17.01.2019