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Amt Temnitz Glockenläuten im Duett
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Glockenläuten im Duett
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00:21 22.08.2018
Festgottesdienst in Garz zur Einweihung der neuen Glocke mit André Schmitz (l.), der Pfarrerin Friederike von Kirchbach und der Pfarrerin Rose Möllhoff-Mylius. Quelle: Cornelia Felsch
Neuruppin

Die Bewohner von Garz in der Gemeinde Temnitztal erlebten an diesem Wochenende ein ganz besonderes Ereignis. Am Nachmittag läuteten vom Kirchturm zwei Glocken – für viele Menschen der Region ein bewegender Augenblick, denn seit vielen Jahren gab es nur noch eine Glocke in der Kirche.

Vor 101 Jahren hat die Kirche von Garz eine ihrer beiden Glocke verloren. Sie wurde 1917 eingezogen, um Waffen daraus zu gießen. Dank großzügiger Spenden konnte in der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr im Mai eine neue Glocke gegossen werden.

Besucher strömten zur Glockenweihe

Am Sonntagnachmittag wurde die Inbetriebnahme der Glocke mit einem Festgottesdienst in der Kirche feierlich begangen – unter der Leitung der Pfarrerinen Friederike von Kirchbach und Rose Möllhoff-Mylius.

Die Gäste strömten von Nah und Fern, so dass die Sitzplätze der kleinen Dorfkirche nicht ausreichten. Dass es zu diesem besonderen Ereignis, das sich niemand entgehen lassen wollte, kommen konnte, verdanken die Garzer vor allem dem früheren Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz, der seit 2001 in Garz lebt. Er bat zu seinem 60. Geburtstag im vergangenen Jahr um Spenden für die Kirche.

„Der Wunsch nach einer zweiten Glocke hatte eigentlich einen ganz profanen Beweggrund“, sagte er am Sonntag beim Festgottesdienst. „Ich habe mich immer darüber geärgert, dass die Kirchenglocken aus Vichel lauter zu hören sind als unsere.“ André Schmitz schaffte es, viele Freunde und Bekannte für sein Anliegen zu begeistern – nicht nur in Garz. Auf einer Messingtafel am Kircheneingang kann man ihre Namen lesen.

Besonderer Augenblick in Innsbruck

In seiner kleinen Rede bedankte sich André Schmitz am Sonntag noch einmal bei allen Spendern und Unterstützern. Er erinnerte sich an den besonderen Augenblick in Innsbruck, als er im Mai mit einigen Garzern beim Gießen der Glocke zuschauen konnte. „Es war ein sehr bewegender Moment, bei der Entstehung dabei zu sein“, sagte er. Es wurden mehrer Glocken gegossen, aber die Garzer war die schönste.“

In ihrer Predigt griff Pfarrerin Friederike von Kirchbach die symbolische Bedeutung der Glocken auf, die nun in Garz wieder im Duo zum Gebet rufen werden. „Glocken sind ein europäisches Kulturgut“, sagte sie. „Am heutigen Tag gibt es vieles, was wir in den Klang der Glocken hineinlegen können, vor allem unseren Dank.“

Das tat die Festgemeinde dann auch mit dem Lied „Nun danket alle Gott“ – bevor das Läuten einsetzte.

Von Cornelia Felsch

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