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Amt Temnitz Rägelins Feuerwehr bekommt ein neues Heim
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01:17 29.04.2019
Vertreter des Amtes Temnitz, der Gemeinde Temnitzquell und der Planer Dirk Schwedland (r.) haben am Freitag den Grundstein für das neue Gerätehaus der Feuerwehr in Rägelin gelegt. Quelle: Reyk Grunow
Rägelin

Es ist heiß und trocken, als der Temnitz-Amtsdirektor Thomas Kresse am Freitagnachmittag die Gäste am Gemeindehaus in Rägelin begrüßt. Eine Staubschicht hat sich über die Schuhe der Besucher der Baustelle gelegt. Der leichte Wind schiebt den losen Sand über die frische, helle Betonplatte.

Die Trockenheit hinterlässt überall ihre Spuren. Sieben Einsätze hatte die Feuerwehr von Rägelin in diesem Jahr bereits. Eine ganze Menge für die kleine Einheit.

Zu einem Waldbrand mussten die Retter auch schon ausrücken. „Beinahe jedenfalls“, sagt Michael Block, der Chef der Feuerwehreinheit Temnitzquell-Nord, wie die Wehr in Rägelin offiziell heißt.

Die Feuerwehr kam gerade noch rechtzeitig

„Beinahe-Waldbrand“ heißt, dass das Feuer rechtzeitig gelöscht werden konnte, bevor es richtig ausgebrochen ist. „Anwohner hatten einen Schwelbrand gemeldet“, sagt der Einheitsführer Block, das war ganz in der Nähe, bei Frankendorf. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte Schlimmeres verhindern.

26 aktive Feuerwehrleute hat die Einheit zurzeit. „Zum Jahresbeginn sind zum Glück wieder zwei Frauen dazugekommen“, sagt Michael Block. Vorher bestand die Feuerwehr nur aus Männern. Dazu kommen 14 Mädchen und Jungs in der Jugendwehr und eine kleine Alters- und Ehrenabteilung.

Die Bedingungen, unter denen die Rägeliner Retter ihren Dienst tun, sind nicht gerade die besten. Das Gerätehaus ist alt und eng. Aber jetzt gibt es endlich bald ein neues.

Das neue Haus soll vor Jahresende fertig sein

Am Freitag haben Amtsdirektor Thomas Kresse, Bürgermeister Johannes Oblaski, die Bauamtsleiterin Jenny Buschow, Michael Block und der Planer Dirk Schwedland den Grundstein für das künftige Gerätehaus gelegt. Bis November soll der Bau fertig sein.

Rund 690 000 Euro steckt das Amt in das Gebäude. Möglich ist das nur, weil das Land einen gehörigen Teil dazu gibt. Knapp die Hälfte der Baukosten, rund 330 000 Euro, kommen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm. Ohne diesen Zuschuss wäre an das Projekt in dieser Form nicht zu denken.

Die Rägeliner Feuerwehr hat zurzeit zwei Fahrzeuge. Ein altes W 50-Tanklöschfahrzeug aus DDR-Zeiten und einen Mannschaftstransporter, der nicht ganz so alt ist.

Das neue Gerätehaus wird einen Stellplatz haben. Das große Löschfahrzeug soll dort künftig stehen. Daneben wird es Sanitärräume und Umkleidemöglichkeiten für 20 männliche Feuerwehrleute und für fünf Frauen geben, sagt der Planer Schwedland.

Auch andere Wehren bräuchten neue Häuser

Für das Amt ist das Gebäude eine große Investition. Der Amtsausschuss müsse immer mit Augenmaß prüfen, an welcher Stelle er so viel Geld ausgibt, sagt Amtsdirektor Kresse: „Alle anderen Feuerwehren schauen natürlich jetzt darauf.“ Neue Gerätehäuser brauchten viele.

Trotzdem investiert das Amt Temnitz in Rägelin noch mehr. 2020 hat auch der alte W 50 ausgedient. Ein neues Tanklöschfahrzeug ist schon bestellt und wird im nächsten Jahr geliefert. Kosten: noch einmal rund 360 000 Euro, vielleicht auch etwas mehr.

Von Reyk Grunow

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