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Amt Temnitz Hubertusmesse gefeiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Hubertusmesse gefeiert
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13:07 03.11.2018
Pfarrer Patrick Roger Schnabel las aus der Schöpfungsgeschichte – Jagdhornbläser übernahmen die musikalische Gestaltung. Quelle: Cornelia Felsch
Rägelin

Die Orgel in der Rägeliner Kirche ist abgedeckt, sie darf heute schweigen, denn die abendliche Hubertusmesse gestalten am Freitag die Jagdhornbläser „Waldkauz“ und der „Ruppiner Stimmbogen“.

Eine Trophäe ist mit Tannengrün geschmückt, jagdkulturelles Brauchtum trifft auf kirchliche Elemente. Auf das Gemeindelied „Lobe den Herren“ folgen „Kyrie“ und „Gloria“, gespielt von den Bläsern.

Die Hubertusmesse wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, durchgeführt. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der sich damit vergnügte blindlings alles zu erlegen, was ihm vor die Flinte kam.

Ein Hirsch soll Hubertus bekehrt haben

Seit dem Mittelalter wird die Legende erzählt, nach der er eines Tages von einem prächtigen Hirsch mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih bekehrt wurde. Hubertus erkannte nun in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich seither hegend und pflegend für sie verwandt.

Deshalb wird er als Schutzpatron der Jagd angesehen. Nach Hubertus Tod dankten die Jäger ihm für seine Gunst, indem sie fortan ihm zu Ehren die Jagdmesse feierten. Die Achtung vor dem Geschöpf stand auch am Freitagabend im Mittelpunkt der Messe, die Pfarrer Patrick Roger Schnabel in der kleinen Rägeliner Kirche vor 40 Besuchern hielt.

Die Menschen sollen die Natur bewahren

Pfarrer Schnabel las aus den Schöpfungstexten der Bibel betonte aber auch, dass die Lebenseinstellung der Menschen nicht ausreichend von Achtsamkeit und Demut gegenüber der Natur geprägt sei. „Wenn ich so schaue, wie es mit der Erde steht, dann würde ich sagen, nicht zum Besten.“

Wenn es in Martin Luthers Bibelübersetzung heißt, macht Euch die Erde Untertan, dann bedeute das keineswegs, dass die Menschen die Natur rücksichtslos ausbeuten dürfen. „Gott hat uns einen Wohnraum gegeben, den wir für ihn pflegen und bewahren sollen. Und das ist harte Arbeit für uns.“ Die Bläser verabschiedeten sich von der Gemeinde mit dem Hubertusmarsch.

Von Cornelia Felsch

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