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Amt Temnitz Kirchenretter feiern Erfolgsgeschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Kirchenretter feiern Erfolgsgeschichte
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11:27 14.07.2019
Helmut Braun (mit Zettel) übergab zur Feier eine Spende an den Verein. Quelle: Peter Lenz
Darsikow

Begonnen hat alles vor genau zehn Jahren, als es Sibille Podorf einfach zu bunt wurde mit ihrer kleinen Kirche in Darsikow. Der aus dem Jahre 1832 stammende und im neugotischen Stil errichtete Feldsteinbau war nicht nur in die Jahre gekommen, sondern stand kurz davor, endgültig in sich zusammenzufallen.

Kurzerhand gründete Podorf einen Verein und legte los. Viel war zu tun in den ersten Jahren. Da mussten Genehmigungen eingeholt und Bauanträge gestellt werden.

Erhoffte Fördermittel wurden gestrichen

Im Weiterem galt es Fördermittel zu besorgen. Zunächst sah es dafür gut aus. Doch das Förderprogramm der Europäischen Union wurde das Förderprogramm eingestellt und die erhofften 85 000 Euro ersatzlos gestrichen.

Die Gäste des Festaktes in der Kirche. Quelle: Peter Lenz

Trotz aller Schwierigkeiten wurde 2012 mit dem Bau begonnen und vier Jahre später wurde die Kirche wieder eingeweiht. Aus damals sieben Vereinsmitgliedern sind inzwischen 33 geworden.

Pfarrer war aus Bielefeld angereist

Zu einem Jubiläum gehören natürlich auch besondere Gäste. Der Pfarrer war zur Festandacht extra aus Augustdorf bei Bielefeld angereist, und auch einige der Nachfahren des Kirchenstifters und damaligen Gutsherren Carl Binder waren aus den verschieden Orten Deutschlands nach Darsikow gekommen.

Die Nachfahren des Kirchenstifters von Darsikow präsentierten ihren Stammbaum. Quelle: Peter Lenz

Alle anwesenden Nachfahren stammen direkt aus der Linie Binder und später Vielhaack und präsentierten den mehr als 150 Besuchern ein riesiges Banner mit dem Stammbaum der Familie. Alle kannten zwar bereits die Kirche und natürlich auch Darsikow von früheren Besuchen. In diesem Jahr waren aber alle gemeinsam angereist, um ihrem Urururgroßvater die Ehre zu erweisen.

Aber auch manch einer, der irgendwann einmal in der kleinen Gemeinde gelebt hatte oder heute noch damit verbunden ist, war zum Fest gekommen, um seine eigene Geschichte zu reflektieren. Die Besucher hatten sich viel zu erzählen und die Freude über das Wiedersehen war in vielen Gesichtern zu sehen.

Erinnerungen werden wach

Vereinsmitglied Katharina Butzke erzählte, wie ihre Eltern 1975 ein Haus in Darsikow als Ferienhaus mieten konnten, das sie später kauften und noch heute besitzen. Damals, so Butzke, sei die kleine Kirche bereits dem Verfall preisgegeben worden.

Eine besonders schöne Erinnerung an das Kirchlein hat auch Edeltraud Rietschel. Sie heiratete dort 1961 ihren Mann Gerhard, mit dem die heute 78-Jährige noch heute zusammen ist.

Verein hofft auf weitere Spenden

Viele Menschen hätten die Rettung der Kirche möglich gemacht, sagte die Vereinsvorsitzende Sibille Podorf. Und noch mehr Engagement sei nötig, um irgendwann alle Vorhaben abschließen zu können.

Spenden etwa seien immer willkommen. So auch die 100 Euro, die der Bürgermeister der Gemeinde Temnitzquell, Helmut Braun, dem Verein am Sonnabend übergab.

Von Peter Lenz

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