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Amt Temnitz 4. Tag des Jagdhorns in Netzeband
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz 4. Tag des Jagdhorns in Netzeband
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10:56 19.05.2019
Die zehnjährige Ida (r.) zeigt Ellen (9), wie man den Ohrwürmern hilft. Quelle: Cornelia Felsch
Netzeband

Wenn Jagdhornbläser zusammenkommen, dann werden keine großen Reden gehalten, schließlich freut man sich auf den Hörnerklang. Und der ist schon gewaltig, wenn aus 40 Jagdhörnern Jagdsignale und Märsche erklingen.

Jagdhornblasen ist ein altes Kulturgut, das bis in die heutige Zeit hinein gepflegt und bei der Jagd eingesetzt wird. Am Sonnabend veranstaltete der Kreisjagdverband Ostprignitz-Ruppin zum vierten Mal den Tag des Jagdhorns in Netzeband.

Falkner mit Uhu, Waldkauz und Bussard

Während die Kyritzer Jagdhornbläser den Fehrbelliner Reitermarsch schmettern, füllt sich der Gutspark mit Jägern, Hunden und Besuchern. Falkner sind mit Uhu, Waldkauz und Bussard angereist, und Hundeführer führen die Arbeit mit den Vierbeinern vor.

Marlies Pieper kümmert sich im Kreisjagdverband ehrenamtlich um die Bläserarbeit und begrüßt an diesem Morgen die Gäste . Sie dankte den vielen Mitwirkenden – auch für die zünftige Verpflegung.

„Jetzt ist dieses Treffen bereits zu einer festen Institution geworden, und das wird auch in den kommenden 20 Jahren so bleiben“, sagt der Vorsitzende des Landesjagdverbands, Dirk-Henner Wellershoff, der sich darüber erfreut zeigt, dass es derartige Veranstaltungen immer noch gibt.

Die Bläser vor der Temnitzkirche. Quelle: Cornelia Felsch

Er nutzte das Treffen, um auf die Volksinitiative „Mehr als ein Summen – Insekten schützen, Kulturlandschaft bewahren“ hinzuweisen, die 19 Verbände des ländlichen Raumes initiiert haben – darunter auch der Landesjagdverband.

Hilfe für Insekten

Während die Bläser vom Ruppiner Stimmbogen und die Jäglitzhörner aus Stüdenitz zeigten, wie umfangreich ihr Repertoire ist, hat die neun Jahre alte Ellen bereits ein gutes Werk für Ohrenkneifer getan. „Ich habe das Stroh mit Draht umwickelt und in den Blumentopf gesteckt, dort finden die Ohrwürmer dann eine Unterkunft. Sie sind nützlich, weil sie Blattläuse fressen“ erklärt sie.

Die zehnjährige Ida und ihr zwölfjähriger Bruder Ole haben ihr gezeigt wie das funktioniert. Sie wissen auch, wie man ein Insektenhotell und Unterkünfte für Wildbienen baut. Mama und Papa sind Jäger. „Zu Hause haben wir in unserem Garten fast in allen Bäumen Blumentöpfe“, sagte Ole.

Von Cornelia Felsch

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