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Amt Temnitz Heidefest ohne Heideblüte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Heidefest ohne Heideblüte
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00:21 22.08.2018
Viele waren zum Heidefest gekommen. Quelle: Peter Lenz
Pfalzheim

Märkische Heide, märkischer Sand – diese beiden Anfangszeilen aus der inoffiziellen Landeshymne des Landes Brandenburg, könnte ebenso gut auch für eine Lobeshymne, der mit 12 000 Hektar größten zusammenhängenden Heidelandschaften Europas stehen.

Viele genossen den Tag bei schönem Sommerwetter am Rande der freien Heide.

Dieser einzigartigen Landschaft zu Ehren, veranstaltete die Gemeinde Pfalzheim am Samstag ihr 4. Heidefest in Folge. Organisiert wurde das Fest unter anderem von der Gemeinde Temnitzquell, den Einwohnern der Gemeinde Pfalzheim, vielen fleißigen Helfern und Sponsoren und an erster Stelle von der Ortsvorsteherin Gabriela Wäbersky sowie von Ulla Lück und Jürgen Dicks als Chef des Organisationsbüros.

Bangen wegen Fluglärms bis 2009

Vieles hatte sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert in dieser Region. Nach Jahren des Fluglärms und der Gewehrsalven folgten weitere Jahre der Ungewissheit bis endlich nach langem Bangen die Heide am 9. Juli. 2009 für frei erklärt und in der Folge ihrer jetzigen Bestimmung als nationales Naturerbe an die Heinz Sielmann Stiftung Berlin in Teilen übergeben wurde.

Natürlich waren beim Fest auch einige Mitarbeiter der Stiftung mit Ihrem Stand vor Ort, und so konnten sich die Besucher über die Einzigartigkeit und Vielfalt der Heide Informieren. Dazu gab es einstündige Führungen mit zwei Experten für Flora und Fauna der Heide – Matthias Wichmann und Jörg Müller, künftiger Leiter des Natur- und Technikprojektes „Natech“.

Anne Schindhelm vom Geoforschungszentrum Potsdam lud mit ihrer Drohne zur Fernerkundung der Heideflächen ein. Sie erklärte, wie mit unbemannten Flugobjekten bei einer Auflösung von 2 Zentimetern die gesamte Vegetation nach Arealen kartiert, gescannt und nach abgestorbenen und vertrockneten Pflanzen untersucht wird.

Anne Schindhelm vom Geoforschungszentrum peilt eine Drohne an. Quelle: Peter Lenz

Gerade in diesem Jahr, betont die Wissenschaftlerin, ist durch die anhaltende Trockenheit doch einiges an Pflanzen zu Schaden gekommen – unter anderem hat in diesem Jahr die Heide kaum geblüht.

Am Informationsstand der Stiftung konnten die Besucher Spuren von Wildtieren mit Gips nachbilden und mit nach Hause zu nehmen.

Nach einer Andacht mit Pfarrer Wolfgang Rein aus Neuruppin konnten sich die 800 Besucher des Festes beim Gläserschieben, Laserschießen, Kaffee, Kuchen und deftigen Speisen und Getränken stärken.

Aussichtsturm auf dem Sielmannhügel

Die ehemalige Temnitz-Amtsdirektorin Susanne Dorn betonte die Chancen des sanften Naturtourismus – den solle man gemeinsam vorantreiben. Möglicherweise noch in diesem Jahr könnte der Aussichtsturm inmitten des Sielmannhügels entstehen.

Klar, das bei einem Fest der Heide auch die Kremserwagen von Jürgen Strache und seiner Partnerin Natascha Geiersberg. aus Zermützel nicht fehlen durften.

Auch bei Olaf Wolf, einem Fitness und Wandertrainer für Natur – und Bewegungstherapie konnte der Interessierte einen Rundweg durch die Heide buchen.

Sich selbst bezeichnet Wolf als „Übungsleiter im Fitnessstudio Natur“ mit Schwerpunkt Gesundheitswandern.

Für die kulturelle Umrahmung des Festes sorgten unter anderem die kräftigen Stimmen des Alt Ruppiner Möhringchors mit Heimat, Volks - und Wanderliedern.

Heidekönigin wiedergewählt

Was wäre ein Heidefest aber ohne eine Heidekönigin? Die Wahl fiel wie bereits vor zwei Jahren auf die Ortsvorsteherin Gabriela Wäbersky. Sie nahm das Amt natürlich gern.

Bevor die Line Dancer ihre Tanzkünste präsentierten, loste die frisch wiedergewählte Heidekönigin noch die Preise der Tombola aus. Den Abend beschloss eine Tanzveranstaltung.

Von Peter Lenz

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