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Amt Temnitz Theatersommer beschenkt Wahlhelfer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Theatersommer beschenkt Wahlhelfer
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14:55 28.08.2019
Wollen sich bei Wahlhelfern bedanken: Regisseur Frank Matthus (l.) und Amtsdirektor Thomas Kresse. Quelle: Frauke Herweg
Netzeband

Der Theatersommer Netzeband macht allen Wahlhelfern aus dem Amt Temnitz ein Geschenk. In der nächsten Saison kann jeder der etwa 150 Frauen und Männer, die Stimmen ausgezählt und die Wahlbüros geöffnet haben, eine Gratisvorstellung besuchen. Ein großes Dankeschön, das Regisseur Frank Matthus und Amtsdirektor Thomas Kresse gemeinsam aussprechen wollen.

Vor einigen Wochen hatte sich Kresse mit seiner Idee einer Gratisvorstellung an Matthus gewandt – und war auf offene Ohren gestoßen. „Es soll eine Geste der Wertschätzung sein“, sagt Matthus. Geplant ist, dass sich jeder Wahlhelfer aus verschiedenen Vorstellungen einen Wunschtermin aussuchen kann.

Volle Ränge bei „Ellernklipp“

Der diesjährige Theatersommer endet am kommenden Wochenende. Bisher lief die Saison sehr erfolgreich. Das Fontane-Stück „Ellernklipp“ war nur am Premieren-Wochenende nicht ganz ausverkauft. An den anderen Wochenenden waren die Ränge jedoch voll besetzt. „Effi in der Unterwelt“ – ein Stück, mit dem der Theatersommer erstmals auf den Neuruppiner Schulplatz zog – war ebenfalls ausverkauft.

Jährlich etwa 5000 Theatersommer-Besucher seien „eine unglaubliche Zahl für die Region“, sagt Amtsdirektor Thomas Kresse. „Das hat eine sehr große Strahlkraft.“ Bei den nächsten Haushaltsberatungen will Kresse den Mitgliedern des Amtsausschusses vorschlagen, dass das Amt Temnitz den Theatersommer finanziell unterstützt. Bislang räumt das Amt dem Theatersommer lediglich Sonderkonditionen bei der Miete von Park und Kirche ein. Finanzielle Hilfen gibt es jedoch nicht.

Kresse hofft auf Bekenntnis aus dem Ausschuss

Die Gemeinde Temnitzquell hatte zuletzt das Toilettenhäuschen an der Kirche finanziell unterstützt. Mit einer Förderung des eigentlichen Theatersommers sei die Gemeinde jedoch überfordert, sagte Kresse. „Temnitzquell ist zu klein, um der Bedeutung des Theatersommers gerecht werden zu können.“ Das ganze Amt müsse sich bekennen. „Wir können froh sein, dass der Theatersommer da ist.“

Bislang ist das Land der Hauptfinanzier des Theatersommers – für die Saisons 2019 und 2018 hatte Brandenburg seine Finanzierungszusage sogar deutlich erhöht. Auch die Sparkasse und der Landkreis sind zuverlässige Unterstützer. Langfristig hofft Matthus jedoch auf noch größere Planungssicherheit. „Wir können keine Löhne und Gagen zahlen wie an anderen Theatern“, sagt er. Schauspieler und Techniker blieben dem Theatersommer treu, weil sie das Projekt schätzten.

Rücklage für verregnete Sommer

Der Theatersommer spielt in der Saison etwa 70000 Euro an Eintrittsgeldern ein. In den vergangenen Jahren war es gelungen, eine kleine Rücklage aufzubauen. Matthus weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig solche Rücklagen sein können. 2011 hatte der Theatersommer nach einem verregneten Sommer kurz vor der Pleite gestanden.

Nach zwei großen Produktionen in diesem Jahr will sich Matthus in der kommenden Saison ein wenig zurückziehen. Für die Inszenierung von Garcia Lorcas „Bluthochzeit“ will der Theatersommer Herbert Olschok verpflichten, Axel Poike soll die Regie beim Familienstück „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ übernehmen. „Ich will den Theatersommer nicht an mich binden“, sagt Matthus. Andere Regie-Handschriften könnten den Theatersommer durchaus bereichern. „Doch natürlich bin ich weiterhin hier.“

 

Von Frauke Herweg

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