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Amt Temnitz Kommunalwahl: Zwei Bürgermeisterkandidaten mit Erfahrung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Kommunalwahl: Zwei Bürgermeisterkandidaten mit Erfahrung
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00:24 24.05.2019
Direkt an der Autobahn gelegen: das Gewerbegebiet Temnitzpark. Quelle: Peter Geisler
Werder

Mehr als sieben Jahre hatte das Insolvenzverfahren der Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) gedauert. Lange Zeit gab es in dem Gewerbepark keine Neuinvestitionen. Als Investor Harro Taube im Dezember sein Projekt eines Autohofes mit Schnellimbiss vorstellte, war Detlef Scholz, der Bürgermeister von Märkisch Linden, erleichtert. Die Hängepartie schien endlich beendet.

Seit die Nachbargemeinde Temnitztal seine Anteile am Temnitzpark verkauft hat, hält Märkisch Linden 48 Prozent an dem Gewerbegebiet. „Das ist sehr viel“, sagt Scholz. „Das ist eine sehr große Chance für uns.“

Hoffen auf neue Arbeitsplätze

Der 65-Jährige hofft auf etwa 100 Arbeitsplätze, die der neue Autohof bringen soll. „Arbeitsplätze vor Ort“, sagt Scholz. Im nächsten Frühjahr sollen die Bauarbeiten am neuen Autohof abgeschlossen sein.

„Wir haben sehr, sehr viel Zeit in den Gewerbepark gesteckt“, sagt Scholz. Auch das ist ein Grund, warum der Trauerredner aus Werder die Entwicklung, die er mit angestoßen hat, weiter begleiten möchte. Bei den Kommunalwahlen am kommenden Sonntag will der langjährige Gemeindechef ein weiteres Mal zum Bürgermeister gewählt werden. „Diese Arbeit macht mir einfach Spaß“, sagt Detlef Scholz. „Ich möchte sie zu einem Abschluss bringen.“

Bauarbeiten für neue Kita

Noch ein zweites wichtiges Projekt für die Gemeinde möchte Scholz begleiten – den Bau der neuen Kita in Kränzlin. Nachdem das Amt Temnitz lange auf die Fördermittel für das Haus warten musste, soll der Bau in diesem Jahr endlich beginnen. Scholz ist sich inzwischen unsicher, ob das für 68 Kinder konzipierte Haus auch dem künftigen Bedarf an Kitaplätzen gerecht wird. Zu überlegen sei, die Kita in Werder – anders als geplant – zu erhalten. „Wenn man sieht, wie die Entwicklung ist, ist da einfach Potenzial.“

Für Jana Schmidt ist diese Frage bereits entschieden. „Ich bin definitiv dafür, dass Werder offen bleibt“, sagt die 53-Jährige, die sich ebenfalls um den Bürgermeisterposten bewirbt. „Beide Kitas haben ihre Daseinsberechtigung.“

Gesucht: Bauland

Damit Märkisch Linden für junge Familien attraktiv bleibt, brauche es mehr Bauland, sagt Scholz. Zwar soll es auf einem Baugebiet im Kränzliner Lindensteg zum Jahresende Baurecht geben. Doch fürchtet er, dass die dort angebotenen Flächen nicht ausreichen. Gerade in Kränzlin und Werder würden Flächen gebraucht. Der Landesentwicklungsplan gibt jedoch Grenzen für die Entwicklung von Baugebieten vor.

Jana Schmidt hat mit ihrer Gegenkandidatur nicht gezögert. „Es ist wichtig, dass es verschiedene Kandidaten gibt“, sagt die bisherige Vizebürgermeisterin von Märkisch Linden. In den vergangenen Jahren hätten sich gerade Kränzlin und Werder gut entwickelt. „Doch gehören zu Märkisch Linden vier Dörfer“, sagt Jana Schmidt. „Wir müssen die Gemeinschaft auch in Darritz-Wahlendorf und in Gottberg stärken.“

Sitzungen in allen vier Orteilen

Die Kränzlinerin hätte auch schon Ideen, wie die Dörfer näher zusammenrücken könnten. Jana Schmidt schlägt vor, dass die Gemeindevertreter ihre Sitzungen künftig abwechselnd an allen vier Orten abhalten. Bislang treffen sie sich häufig in Werder. Doch würden wechselnde Sitzungsorte mehr Menschen die Möglichkeit geben, auch dabei zu sein. „Sie würden sich viel eher eingeladen fühlen.“

Schmidt freut sich, dass es Fördergeld für den Ausbau des Weges zwischen Woltersdorf und Sankt Jürgen gibt. Doch kennt sie auch andere Wege, wo endlich etwas passieren müsste. Der Plattenweg zwischen Kränzlin Ausbau und Darritz-Wahlendorf etwa sei für Fahrradfahrer kaum noch zu nutzen. Von Kränzlin in Richtung Walsleben werde außerdem ein Radweg gebraucht. „Es gibt nicht nur Autofahrer.“

Kultur des Respekts

Die frühere Schäferin, die heute im Vertrieb arbeitet, möchte etwas bewegen. „Ich will nicht nur Statistin sein.“ Seit Langem schon engagiert sie sich als Gemeindevertreterin für Märkisch Linden. „Ich wünsche mir eine Kultur des Respekts“, sagt Jana Schmidt. Und mitunter – auch das ein Wunsch – mehr Zeit für gründliche Diskussionen.

Von Frauke Herweg

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