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Amt Temnitz Wiederaufnahme des Stücks der schlaue Urfin beim Theatersommer kommt gut an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Wiederaufnahme des Stücks der schlaue Urfin beim Theatersommer kommt gut an
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09:19 07.07.2019
Immer noch mit dem gleichen lustigen Charme und Zauber: "Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten" erlebte Wiederaufnahme beim Theatersommer Netzeband Quelle: Regine Buddeke
Netzeband

Aufgereiht wie Perlen auf der Schnur stehen die lustig-ängstlichen Käuer, deren Lieblingsfarbe landestypisches Blau ist, wie man deutlich sieht. Aber nicht wie bei Orgelpfeifen nach Größe geordnet – sondern hübsch durcheinander. Ein Hauch Anarchie im Zauberland, wo die Kleinen und die Großen in schöner Harmonie miteinander leben, wenn sie nicht gerade zu den Bösewichten gehören.

Elli ist mit ihren Freunden – dem weisen Scheuch, dem eisernen Holzfäller, dem Löwen und ihren Onkel Charly – wieder einmal im Wunderland unterwegs, um es vor dem schlauen Urfin zu retten, der sich die Herrschaft mitteks einer Holzarmee aneignen will. Das spannende Familienstück erlebte seine Wiederaufnahme beim Theatersommer.

Aber von letzteren gibt es da auch so einige – sonst würde das Märchen „Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten“ – frei nach Alexander Wolkow – auch nicht so spannend sein.

Es ist die Wiederaufnahme des Stücks, das bereits 2018 für viel Spaß bei Groß und Klein sorgte – nach dem Vorgängerstück „Der Zauberer der Smaragdenstadt“.

Regisseurin Christine Hofer, die nach der Saison 2018 ihren Abschied nahm, weil sie die Leitung der jungen Schauspielsparte am Theater Eisenach antreten konnte, ist trotz noch laufender Spielzeit nach Netzeband zu kommen, um ihre ehemaligen Schützlinge wieder „auf Zack“ zu bringen, denn es gab so einige Umbesetzungen.

Erst Laiendarsteller – später Landestheater-Hauptrollen

„Das ist der Geist von Netzeband, sagt sie. „Die Jungen rücken nach, wenn die Älteren gehen“, erklärt sie. Die Älteren sind die Amateure aus der Region, die sich oft bis zu Semiprofis hocharbeiten, aber irgendwann das Nest verlassen. Etwa Friedrike Fink, langjähriges Netzeband-Familienmitglied, die im vergangenen Jahr mit Hofer zusammen nach Eisenach ging.

„Sie hat seitdem alle Hauptrollen bei uns gespielt – gerade die Helena im Sommernachtstraum“, so Hofer und sieht das als schönen Ansporn für die anderen Theaterbegeisterten. „Man kann durchaus in Netzeband als Laiendarsteller starten und Jahre später in Hauptrollen an Landestheaterbühnen stehen“, macht sie Mut.

Probenzeit knapp bemessen

Friederike Finks Rolle der listigen Eule Guamokolatokint ist dadurch natürlich vakant geworden. Ebenso die Rollen der beiden Krähen Kaggi und Karr. Aber – so Hofer – die ehemaligen Rolleninhaber würden ihre Nachfolger sehr verantwortungsvoll in die neuen Rollen einarbeiten. „Das ist der Geist von Netzeband“, sagt sie und ist froh darüber.

Die Probenzeit war knapp bemessen – erst am Wochenende davor begannen die intensiven Szenenproben, in denen die „Neuen“ sich in Text, Crew und Bewegung hineinarbeiten mussten. Einer der jüngsten des Ensembles ist Paul mit seinen 5 Jahren.

Der schlaue Urfin und die manipulative Eule Guamokolatokint. Quelle: Regine Buddeke

Er ist der Sohn von Hans Makowiak, der als Profischauspieler in Netzeband bislang zu den Synchronsprechern gehörte und durch Theatersommergründer Frank Matthus zum Team kam. „Wir kennen uns von etlichen Produktionen“, erklärt Matthus – man habe mal gemeinsam an einer „Buddenbrooks“-Inszenierung gearbeitet.

Hans Makowiak spielt in diesem Jahr auch zum ersten Mal körperlich und nicht nur als Stimme mit: Er gibt den lustig lispelnden Käuer-King Prem Kokus sowie den feigen Löwen. Sein Sohn, mit dem er 2018 schon „zum Gucken“ da war, hat gleich drei Rollen: Holzsoldat, Käuer und Smaragdenstädter.

Generationsübergreifendes Familientheater

„Das ist im wahrsten Sinne des Wortes generationsübergreifendes Familientheater“, sagt der Papa stolz. Im Publikum sieht es ähnlich aus – für viele der Erwachsenen gehörte die Zauberlandsaga zur Kindheit dazu.

Weitere Vorstellungen sind am 14., 21., 28. Juli und 4., 11., 18. August – immer 15 Uhr im Gutspark.

Von Regine Buddeke

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