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Ostprignitz-Ruppin Der Sommer bringt mehr Arbeitslose
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Sommer bringt mehr Arbeitslose
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09:55 02.08.2019
Die Agentur für Arbeit in Neuruppin rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahlen nach den Ferien weiter sinken werden. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Neuruppin

Der Sommer lässt die Zahl der Arbeitslosen wieder leicht steigen. Konnte die Agentur für Arbeit in Neuruppin in den vergangenen Monaten einen Negativrekord nach dem anderen melden, so hat sich die Arbeitslosenquote im Juli wieder leicht erhöht.

Im gesamten Bereich der Arbeitsagentur waren im Juli 453 Menschen mehr ohne Job gemeldet als im Juni. Die Quote lag im Juli damit bei 5,5 Prozent.

Die Agentur für Arbeit ist für vier Landkreise zuständig: Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Havelland.

Agentur rechnet mit weiterem Rückgang

Die Lage in den einzelnen Kreisen unterscheidet sich deutlich. In Oberhavel betrug die Arbeitslosenquote im Juli 2019 etwa 4,9 Prozent aller erwerbsfähigen Menschen. In der Prignitz war sie mit 7,1 Prozent am höchsten. Ostprignitz-Ruppin liegt mit 6,0 Prozent dazwischen.

Trotz des leichten Anstiegs im vergangenen Monat: Langfristig gesehen deutet der Trend weiter nach unten. In allen vier Landkreisen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Juli vor einem Jahr klar gesunken, teilt die Agentur am Mittwoch mit.

Die Zahlen für Prignitz und Ruppin

Im Altkreis Neuruppin betrug die Arbeitslosenquote im Juli 5,7 Prozent. Sie war damit genauso hoch wie im Juni und 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Juli 2018.

Im Altkreis Wittstocklag die Arbeitslosenquote im Juli bei 5,4 Prozent. Im Juni waren es 0,2 Prozentpunkte weniger, vor einem Jahr aber noch 1,7 Prozentpunkte mehr.

Für den Altkreis Kyritz meldeten die Arbeitsagentur im Juli eine Arbeitslosenquote von 7,3 Prozent. Im Juni lag sie 0,1 Prozentpunkt niedriger, vor einem Jahr noch 0,9 Prozentpunkte höher.

Im ehemaligen Kreis Pritzwalk betrug die Arbeitslosenquote im Juli 6,4 Prozent, genau wie im Juni 2019. Gegenüber Juli 2018 ist sie damit um 0,4 Prozentpunkte gefallen.

Für den Bereich Perleberg meldet die Agentur eine Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent im Juli, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Juni und 0,3 Prozentpunkte weniger als im Juli vor einem Jahr.

Für Cornelie Schlegel, die Leiterin der Neuruppiner Arbeitsagentur, kommt der Anstieg im Sommer nicht überraschend. „Insbesondere vor den Sommerferien melden sich junge Menschen nach Ende ihrer schulischen oder betrieblichen Ausbildung beziehungsweise ihres Studiums arbeitslos“, sagt sie.

Außerdem enden viele Bildungsmaßnahmen zu Beginn der Ferienzeit, und Einstellungen werden von Arbeitgebern auf die Zeit nach den Betriebsferien verschoben.

Schlegel geht dann auch davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen nach den Ferien weiter abnehmen wird.

Cornelie Schlegel übernahm im Jahr 2006 das Amt der Arbeitsagenturchefin in Neuruppin. In diesem Jahr geht sie in den Ruhestand. Quelle: Melanie Speck

Wirtschaftsfachleute hatten in den vergangenen Monaten die Konjunkturdaten für Deutschland nach unten korrigiert. Die Iran-Krise, die Wirtschaftspolitik der USA und der drohende Brexit sind bei vielen Unternehmen zu spüren. „Die konjunkturelle Eintrübung wirkt sich aktuell noch nicht erkennbar auf den regionalen Arbeitsmarkt aus“, sagt Cornelie Schlegel.

Fachkräfte werden gesucht – und Lehrlinge

Insbesondere die Nachfrage nach Fachkräften sei nach wie vor sehr hoch, heißt es von der Arbeitsagentur: Für vier von fünf offenen Stellen würden die Unternehmen Fachleute suchen, das gilt für die verschiedensten Berufe.

Sehr gefragt seien auch Mitarbeiter bei Zeitarbeitsfirmen. Bei jeder fünften freien Stelle, von der die Arbeitsagentur seit Beginn des Jahres erfahren hat, geht es um Zeitarbeit, heißt es im Bericht für den Monat Juli.

Nach dem Sommer beginnt auch das neue Lehrjahr. Noch immer suchen jedoch viele Firmen nach Azubis. Aktuell sind im Bereich der Arbeitsagentur Neuruppin noch 1250 freie Lehrstellen gemeldet und 860 jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen. Statistisch kommen zwei Bewerber auf je drei offene Stellen.

Von Reyk Grunow

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