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Ostprignitz-Ruppin Bahn stellt Verkehr ein – wütende Reaktionen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bahn stellt Verkehr ein – wütende Reaktionen
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09:44 07.02.2017
Die Triebwagen werden auf der Strecke Wittstock-Pritzwalk-Wittenberge sowie zwischen Hennigsdorf und Berlin-Spandau aus dem Verkehr gezogen.  Quelle: Christian Kranz
Pritzwalk

Völlig überraschend hat die Deutsche Bahn am Freitag darüber informiert, dass ab Montag, 6. Februar, keine Züge mehr auf der Linie des Prignitzexpresses zwischen Wittenberge, Pritzwalk und Wittstock sowie zwischen Hennigsdorf und Berlin-Spandau eingesetzt werden. Der Grund: Die Züge werden vorsorglich in die Werkstatt beordert, weil in zwei Fällen im Antriebsmodul im Bereich des Dieselmotors Rauch aufgetreten war. Deshalb war Ende Januar ein Regionalzug der Linie RE 6 auf Höhe Falkensee (Havelland) angehalten worden. 87 Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht, verletzt wurde niemand.

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Ersatzverkehr-wittenberge_wittstock (103 kB)

Erboste Reaktionen auf Facebook

Auf der MAZ-Facebook-Seite sorgte die Nachricht über die Zugausfälle für viele wütende Reaktionen. Hier einige Auszüge (Rechtschreibung nicht korrigiert).

Marie Sommer: „(...) Es ist mal wieder typisch, dass in Brandenburg die Randregionen egal sind und benachteiligt werden. (...)“

Annett Bosch: „Fahre mit der Bahn, da kannst du was erleben oder doch lieber Erlebnis Bahnfahrt. (...)“

Katrin Wisniewsky: „Na toll und ich muss morgen nach Pritzwalk mein Sohn muss zur OP Zug Fahrt eigentlich 6.06 Uhr aber der Fällt aus“

Maik Böttcher: „Ziemlich spät die Ankündigung für Pendler

Steve Maggi: „Holt die Ferkeltaxe raus!“

Die Bahn will auf der Strecke zwischen Wittenberge, Pritzwalk und Wittstock sowie zwischen Hennigsdorf und Berlin-Spandau vom 6. bis zum 26. Februar Busse einsetzen. Das sorgt für heftige Kritik. Denn die Fahrgäste müssen sich dadurch auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Demnach kommen die Busse aus Richtung Wittenberge und Perleberg etwa 40 Minuten später in Pritzwalk an, die Busse fahren wegen der längeren Fahrzeit auch 40 Minuten vor der im Zugfahrplan angegebenen Zeit ab. Ähnlich sieht es auch auf dem Abschnitt zwischen Hennigsdorf und Berlin aus. Damit dürften viele Pendler am Montag zu spät kommen, weil sie von den Änderungen zu spät erfahren. Hinzu kommt, dass in den Bussen keine Fahrräder mitgenommen werden können sowie Kinderwagen und Rollstühle nur im begrenzten Maße.

„Das ist skandalös“, sagte am Sonntag Landrat Ralf Reinhardt. Der SPD-Politiker fragt sich zudem wie der Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehrs, ob die Deutsche Bahn wenigstens versucht hat, von anderen Bahnunternehmen kurzfristig Ersatzzüge zu bekommen, wie etwa von der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft (Hans) in Putlitz. Die Bahn war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Von Andreas Vogel

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