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Ostprignitz-Ruppin Bangen um Bahnlinien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bangen um Bahnlinien
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21:39 22.11.2013
Ein seltenes Bild: Ein Güterzug am Bahnhof Rheinsberger Tor. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Der SPD-Politiker war am Donnerstag in Potsdam bei einer Beratung mit Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) dabei, bei der das Prignitz-Konzept vorgestellt wurde. Demnach gibt es mehrere Varianten, die unterschiedlich teuer für das Land wären. Doch dieses muss sparen. Deshalb soll der jährliche Zuschuss nochmals gekürzt werden: Gab es bis vor Kurzem fünf Millionen Euro für die beiden Bahnlinien, sind es derzeit nur noch 2,5Millionen Euro. Das Angebot musste deshalb bereits ausgedünnt werden (die MAZ berichtete).

Ab 2015 will das Land lediglich 1,1Millionen Euro zahlen. Das würde nicht reichen, um beide Bahnlinien zu erhalten. Für das Verkehrsministerium wäre das hinnehmbar. Es verweist darauf, dass die magische Grenze für Abbestellungen der Bahn bei 500Fahrgästen am Tag liegt. Diese Zahl wird mit etwa 460 lediglich annähernd auf der Strecke Neustadt ‒ Kyritz erreicht. Zwischen Kyritz, Pritzwalk und Meyenburg sind deutlich weniger Leute mit der Bahn unterwegs.

Das Verkehrsministerium plädiert deshalb dafür, die Linie Neustadt ‒ Kyritz zu erhalten. Es könnte sogar eine neue Haltestelle in Kyritz für rund 150000Euro gebaut werden. "Das wird auch vom Land positiv gesehen", sagt der SPD-Mann Richter. Selbst den Erhalt der Strecke PritzwalkMeyenburg hält das Ministerium für vorstellbar. Damit würde lediglich die Bahnverbindung zwischen Kyritz und Pritzwalk fehlen. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Denn die Züge, die zwischen Neustadt und Kyritz fahren, sollen ebenfalls zwischen Pritzwalk und Meyenburg unterwegs sein. Damit müssten sie eh auf der Strecke KyritzPritzwalk fahren. "Wenn das keine reinen Betriebsfahrten wären, dann könnten da auch Bahngäste drin sein", sagt Richter.

Aber da spielt das Verkehrsministerium nicht mit. Es verweist auf dann notwendige Investitionen in die Strecke. So wären bis zu 30Bahnübergänge zu sichern. "Das ist eine ganz schwere Geschichte", räumt der Rheinsberger Landtagsabgeordnete ein. Richter fragt sich aber, ob wirklich alle 30Übergänge notwendig sind. Das soll jetzt geprüft werden. Denn für Januar ist eine weitere Runde geplant. Daran soll nicht allein der Verkehrsminister teilnehmen, sondern auch der Wirtschafts- und der Finanzminister.

Untersucht werden soll ebenfalls, wie wichtig die Strecken für den Güterverkehr sind. Denn je mehr Güterzüge fahren, desto geringer sind die Gesamtkosten. "Wir müssen uns mehr anstrengen, Güter von der Straße auf die Schiene zu bekommen", sagt auch Manfred Richter. Bereits jetzt gibt es verstärkt Proteste, weil immer mehr Laster durch die Dörfer ballern. "Und das wird noch zunehmen", befürchtet Richter.

Der Güterverkehr auf der Schiene müsse deshalb günstig für die Unternehmen sein, um eine Alternative darzustellen. "Ein politischer Beschluss nützt da gar nichts."

Von Andreas Vogel

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