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Ostprignitz-Ruppin Baufällige Scheune auf dem Pfarrhof
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baufällige Scheune auf dem Pfarrhof
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18:19 05.08.2014
Stützen und Balken schützen die Scheune vorm Zusammenbruch.
Stützen und Balken schützen die Scheune vorm Zusammenbruch. Quelle: Wirtz
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Dranse

Als ein "einmaliges Ensemble" bezeichnet Berthold Schirge den Pfarrhof in Dranse. Außer dem Pfarrhaus gehören einige Nebengelasse zu dem Hof. Darunter ein Fachwerkgebäude und eine Scheune.

Letztere ist ein Sorgenkind. "Sie befindet sich in einem beklagenswerten Zustand", sagt der auch für Dranse zuständige Pfarrer Schirge.

Damit die Scheune nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt, nahmen die Mitglieder der Kirchengemeinde "Dranser Land" eine Notsicherung vor. Dabei verbaute die Heiligengraber Zimmerei von Volker Doerks das Bauholz, das zuvor für die Sanierung der Sewekower Dorfkirche nicht verwendet wurde. "Das Holz wäre sonst entsorgt worden", erzählt Anke Tusche, eine der Kirchenältesten aus Dranse. Seit der Notsicherung ist nichts weiter passiert. An der Rückseite ist nun ein Loch im Gemäuer, das so groß ist wie ein Scheunentor. So bleibt das hohle Objekt erst einmal stehen, bis eine Lösung gefunden ist. "Es ist eine Frage des Geldes. Es muss ein Gutachten erstellt werden. Erfahrungsgemäß kostet das rund 3000 Euro.

Der Weg zur Sanierung führt über ein Nutzungskonzept. Das kann auch rein wirtschaftlich sein. Dann kommen sogar noch Einnahmen ins Haus", erklärt Pfarrer Schirge. Einige Dranser würden das alte Gemäuer am liebsten so schnell wie möglich saniert haben. Allerdings gibt es auch anders lautende Äußerungen: Manche Menschen können sich für eine Sanierung des bruchfälligen Objekts nicht erwärmen. Die Mitglieder des Gemeindekirchenrates möchten die Scheune erhalten, befinden sich jedoch in der Zwickmühle. "Wir haben alle Hände voll mit dem Erhalt unserer Kirche zu tun. Für sie haben wir einen Förderverein gegründet, um Spenden zu sammeln. Wir organisieren Veranstaltungen und führen Kuchenbasare durch", sagt Anke Tusche. Da den Menschen die Kirche für regelmäßige Gottesdienste verschlossen bleibt, weichen sie ins Fachwerkhaus aus. Dieses Haus war einst ein Stall, der zu dem umgebaut wurde, was er heute ist. Nächstes Jahr kommen dort eine Küche und eine Toilette hinein.

Von Madlen Wirtz

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