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Ostprignitz-Ruppin Baumschnitt: Jetzt gelten neue Regeln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Baumschnitt: Jetzt gelten neue Regeln
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17:49 08.01.2018
So bitte nicht: unsachgemäß beschnittener Baum in Königsberg.
So bitte nicht: unsachgemäß beschnittener Baum in Königsberg. Quelle: Foto: Gemeinde Heiligengrabe
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Heiligengrabe

Der Baumschnitt in der Gemeinde Heiligengrabe soll künftig so geregelt werden, dass unsachgemäßes Vorgehen von Anwohnern möglichst ausgeschlossen werden kann. In erster Linie soll verhindert werden, dass gemeindeeigene Straßenbäume in ihrer Entwicklung Schaden nehmen. Deshalb hat die Gemeinde jetzt einige Regeln aufgestellt: Wer Straßenbäume vor seinem Haus bisher selbst beschnitten hat und das auch künftig in Eigenregie tun möchte, darf es zwar, müsse sich aber zwingend mit der Gemeinde dazu abstimmen, teilt Christian Duchrau von der Bauverwaltung mit.

Duchrau schaut sich den Baum zuvor vor Ort an. Sollte der Schnitt schon vorher ordnungsgemäß ausgeführt worden sein, so könne er auch weiterhin in dieser Art erfolgen. Wurden bei den Arbeiten jedoch Fehler gemacht, so werde darauf hingewiesen, wie es künftig besser laufen kann. Auch wer diese Aufgabe erstmals erledigen möchte, bekomme von Christian Duchrau praktische Tipps. Ziel sei es, den Baumschnitt gemeindeweit auf ein qualitativ gleichmäßiges Level zu bringen.

Gravierende Einzelfälle

Dass das zurzeit noch nicht so ist, fiel Christian Duchrau bei der Markierung und Bewertung jedes einzelnen gemeindeeigenen Baumes in den vergangenen Monaten auf. Es ist die Basisarbeit, um ein Baumkataster erstellen zu können. „Falsch beschnittene Bäume findet man in jedem Dorf. Es sind zwar nur wenige, aber gravierende Einzelfälle.“ Es sei vorgekommen, dass der sogenannte Kopfschnitt, der allein den Linden vorbehalten sei, auch bei Kastanien oder Ahornbäumen angewandt wurde. „Aber diese Arten vertragen das nicht. Sie gehen dann ein.“

Auch würden die Arbeiten in den Ortsteilen ganz unterschiedlich erledigt. „In Königsberg oder Heiligengrabe übernehmen es die Einwohner weitgehend selbst; in Blesendorf dagegen überlässt man es dem Bauhof“, so Christian Duchrau. Ihm gehe es darum, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Eine erste Abstimmung habe es bereits mit Werner Goldmann, dem Ortsvorsteher in Grabow, gegeben. „Das war ganz unkompliziert.“

Abstimmungen zum Thema Baumschnitt unter Tel.: 033962/6 73 16 oder E-Mail: bauamt@heiligengrabe.de.

Von Björn Wagener