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Ostprignitz-Ruppin Sparkasse investiert 6,2 Mio. Euro in Wohnhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sparkasse investiert 6,2 Mio. Euro in Wohnhaus
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01:18 08.07.2019
Markus Rück von der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin (rechts) hat die Baupläne für die August-Bebel-Straße vorgestellt. Quelle: Hannah Rüdiger
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Neuruppin

 Beim geplanten Sparkassen-Neubau in der August-Bebel-Straße tut sich etwas: Ab September soll endlich gebaut werden. Am Freitag stellte das Geldinstitut seine Pläne für das mehrgeschossige Wohnhaus zwischen Schinkel- und Schulzenstraße vor. Bis September 2020 sollen dort 20 Mietwohnungen in einem zweiteiligen Gebäudekomplex entstehen. Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin investiert dafür 6,2 Millionen Euro.

„Junge Menschen können nur nach Neuruppin kommen, wenn sie hier auch eine Wohnung finden“, erklärte Vorstandsvorsitzender Markus Rück. Als Studien- oder Arbeitsplatz könne die Fontanestadt nur attraktiv sein, wenn ausreichend Wohnraum vorhanden ist. „Fachkräfte erwarten heute ein Rundum-Sorglos-Paket, da gehört auch eine Wohnung dazu“, sagt er.

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Die geplanten Wohnungen sollen zwischen zwei und vier Zimmern groß sein und jeweils über einen Garagen-Stellplatz verfügen. Pro Quadratmeter ist eine Nettokaltmiete zwischen sieben und neun Euro angesetzt. „Für die Stadt Neuruppin wäre das noch im unteren Bereich“, erklärt Rück.

Zwei unterschiedlich hohe Gebäudeteile

In der obersten Etage könne die Sparkasse auf einen Quadratmeterpreis von bis zu elf Euro erhöhen, erklärt Bürgermeister Golde. „Man kann unten die Krankenschwester und oben den Chefarzt wohnen lassen.“ Das sorge für eine gute soziale Durchmischung.

Das Gebäude wird in zwei unterschiedlich hohe Teile gegliedert. Dadurch füge sich das Wohnhaus optisch besser in die Umgebung ein, erläutert René Fröhlich von der Bauabteilung der Sparkasse. Zur Straße hin seien geschlossene Fronten mit bodentiefen Fenstern geplant. Die Balkone und Terrassen sollen zum ruhigen Innenhof hin liegen.

Monate vor dem ersten Spatenstich für „Wohnabschnitt B“ seien bereits über hundert Anfragen für die Wohnungen eingegangen. „Die Innenstadt ist in den letzten fünf bis zehn Jahren viel attraktiver geworden“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Besonders kleinere Wohnungen seien heiß begehrt.

So soll der „Wohnabschnitt B“ an der August-Bebel-Straße einmal aussehen. Quelle: Sparkasse Ostprignitz-Ruppin

Archäologische Ausgrabungen noch bis August

Wo künftig ein modernes Wohnhaus samt Tiefgarage stehen soll, laufen gerade noch Ausgrabungen. Zwischen dem alten Mauerwerk eines Garnisonslazaretts suchen Archäologen nach verborgenen Schätzen, die sie dokumentieren und zum Teil an Museen weitergeben. Die Untersuchung auf der 900 Quadratmeter großen Fläche wird voraussichtlich noch bis August andauern.

Bis Januar kommenden Jahres soll der Rohbau von „Bauabschnitt B“ fertig sein. Damit schreitet das Bauvorhaben an der Ecke zwischen August-Bebel-Straße und Schinkelstraße deutlich schneller voran als der Umbau des ehemaligen „Mittendrin“-Jugendwohnprojektes.

Baugenehmigung für Mittendrin-Gebäude zum Jahresende erwartet

Für den Umbau und die Erweiterung des Gebäudes in der Schinkelstraße rechnet der Sparkassen-Baufachmann René Fröhlich mit einer Genehmigung bis zum Ende des Jahres. Im sogenannten Wohnabschnitt A sollen 22 Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern entstehen.

Dazu wird der historische Teil des Gebäudes – das Eckhaus, in dem sich auch das Jugendwohnprojekt befand – erhalten. Die angrenzenden Gebäudeflügel werden voraussichtlich abgerissen. Wann die Bauarbeiten beginnen können, ist noch unklar.

Von Hannah Rüdiger

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