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Ostprignitz-Ruppin Trubel vor dem Gutshaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Trubel vor dem Gutshaus
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15:05 10.08.2014
Die hochsommerlichen Temperaturen ließen die Regenschirme im Laufe des Tages zu Sonnenschirmen werden.
Die hochsommerlichen Temperaturen ließen die Regenschirme im Laufe des Tages zu Sonnenschirmen werden. Quelle: J. Rammelt
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Binenwalde

Martina Rzeha ist zufrieden. Zur Eröffnung des 17. Sabinenfestes am Sonnabend in Binenwalde hat es zwar erst einmal geregnet. Wenig später kann die Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins aber aufatmen: Die dunklen Wolken ziehen ab und der Platz vor dem historischen Gutshaus füllt sich zusehends.

Eröffnet wird das nach der Försterstochter Sabine Cusig (1715-1783) benannte Fest von den "Havelfürsten" aus Fürstenberg, die mit zünftiger Marschmusik sowie mit Medleys altbekannter Melodien für Stimmung sorgen. Wer keines der frisch gebackenen Brote abbekommen hat, kann sich schon mal am Stand von Sven Prehm aus Karwe eine Portion Erbsensuppe mit oder ohne Bockwurst servieren lassen.

Zum 17. Sabinenfest waren am Sonnabend, 9. August 2014, über 300 Besucher in den Neuruppiner Ortsteil Binenwalde (Ostprignitz-Ruppin) gekommen. Benannt ist Fest nach der Försterstochter Sabine Curig (1715 bis 1783), der eine Liason mit dem Kronprinzen Friedrich nachgesagt wird. Neben einem Kulturprogramm mit Gesang und Tänzen, gab es Brot aus dem Backofen und allerlei Süßes und Deftiges. Organisiert wird das Fest vom Heimatverein des Ortes am malerischen Kalksee.

Hüpfburg & Kinderschminken für die Kleinen

Für die jüngsten Gäste gibt es eine Springburg, Kinderschminken und einen Bastelstand. Auch die Rheinsberger Eiszauberei lässt keinen Wunsch offen. Egal, ob mit Petersilien-, Knoblauch- oder Pfefferminzgeschmack - ihre Geschmacks-Kreationen dürfen die Besucher selbst wählen. Wer sowieso die süßen Sachen bevorzugt, kann sich am Stand der Vereinsfrauen mit Kuchen verwöhnen lassen, den zahlreiche Frauen aus dem Ort gebacken haben.

Das Sabinenfest bietet den Besuchern aber deutlich mehr als Essen und Trinken. Nach den Havelfürsten hat mit Ines und Tom ein Gesangsduo aus Brandenburg an der Havel die Bühne betreten. Es erklingen Stimmungslieder, aber auch Coverversionen besinnlicher Titel wie "Sierra Madre" und aktuelle Hits von Helene Fischer, Andreas Gabalier, Roland Kaiser und Andrea Berg.

300 Gäste bevölkern den Festplatz

Unterdessen hat Jörg Peter zum dritten Mal den Backofen mit runden Brotlaiben gefüllt, die in einer Stunde verkauft werden sollen. "Wir können uns vor Bestellungen nicht retten", erzählt der Mann vom Heimatverein, der mit seiner Frau Margrit seit einigen Jahren den Backdienst zum Fest übernimmt. Bereits am Freitag haben sie die erste Ladung Brote gebacken, eine zweite und dritte am Tag des Festes selbst. Mehr als 25 Brote passen allerdings nicht in den Ofen. Und so wird nicht jeder, der sich gegen 16 Uhr angestellt hat, am Ende auch ein Brot mit nach Hause nehmen.

Die Vereinschefin Martina Rzeha und ihre Mitstreiter sind froh, dass sich das Wetter hält. Inzwischen bevölkern mehr als 300 Gäste den Festplatz. Der Heimatverein, der seit 17 Jahren das Sabinenfest an jedem zweiten Samstag im August ausrichtet, will vor allem das dörfliche Gemeinschaftsleben fördern. Deshalb gibt es außer dem Sabinenfest noch andere Höhepunkte, wie eine Frühjahrs- und Herbstwanderung, ein Osterfeuer und einen Frühjahrsputz. Bei der Organisation arbeitet der Heimatverein eng mit der örtlichen Feuerwehr zusammen. Auch am Sonnabend sind die Mitglieder der Wehr allgegenwärtig.

Zum Abschluss kommen die Sweetgirls

Den Abschluss des Programms am Nachmittag gestalten die Sweetgirls aus Linum. Dabei entfachen besonders die jungen Damen auf der Bühne ein Feuerwerk, indem sie zu irischen Melodien die Absätze ihrer Schuhe im Takt klackern lassen. Auch die jüngeren Mädchen zeigen mit ihren Tänzen, dass sie ihre Choreografien gelernt haben. Wilma Nickel, die mit den Kindern die Tänze einstudiert hat, erklärt den Zuschauern, dass aufgrund der Ferienzeit nicht alle Sweetgirls dabei sein können. Der Beifall für die kleinen Tänzerinnen ist dennoch gewaltig und verdient.

Von Jürgen Rammelt

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