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Ostprignitz-Ruppin Erfolgreiches Jahr für Kultur in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Erfolgreiches Jahr für Kultur in Neuruppin
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13:57 29.12.2019
Kulturmanager Andreas Vockrodt ist zufrieden mit der Bilanz für 2019: rund 60.500 Besucher kamen zu Veranstaltungen in die Kulturkirche und das Kulturhaus Neuruppin – gut 2000 mehr als im Jahr zuvor. Quelle: foto: Reyk Grunow
Neuruppin

2019 neigt sich seinem Ende zu, Zeit Bilanz zu ziehen – auch für die beiden Konzerthäuser Kulturkirche und Kulturhaus Neuruppin. Deren Veranstaltungsmanager Andreas Vockrodt blickt im Interview auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Herr Vockrodt, wie sieht der Jahresrückblick aus Sicht Ihrer beiden Häuser, der Kulturkirche und dem Kulturhaus Neuruppin aus?

2019 war ein super Jahr für uns. An beiden Standorten zusammen hatten wir 158 Veranstaltungen, das sind neun mehr als 2018. Zu den Konzerten, Partys und Lesungen kamen rund 60.500 Besucher – gut 2000 mehr als noch im letzten Jahr.

Rund 60.500 Besucher kamen zu Veranstaltungen in die Kulturkirche und das Kulturhaus Neuruppin – gut 2000 mehr als im Jahr zuvor. Quelle: Peter Geisler

Woran liegt das?

Zum Einen an einer engen Zusammenarbeit mit unseren zahlreichen Partnern in der Stadt. Unsere Veranstaltungen entstehen oft in Kooperation mit anderen Akteuren: Zum Beispiel dem Musikverein, den Aequinox-Musiktagen oder den Fontane-Festspielen. So gelingt es uns, noch mehr Menschen zu erreichen. Zum anderen hat nicht zuletzt das Fontanejahr zu dem Besucherplus beigetragen. Gleichzeitig muss man aber auch sagen: Unser Erfolg misst sich nicht allein in Besucherzahlen.

Zwei Häuser aus einer Hand

Andreas Vockrodt hat in Görlitz Kultur und Management studiert und unter anderem am Theater gearbeitet. Seit 2011 ist der 36-Jährige sowohl im Kulturhaus als auch in der Kulturkirche Neuruppin Kulturmanager. Dort ist verantwortlich für das Programm, die Öffentlichkeitsarbeit, die Vermietung und den reibungslosen Ablauf der über 150 Veranstaltungen pro Jahr.

Sondern?

Ein Konzert ist ja nicht nur dann ein gutes Konzert, wenn es ausverkauft ist. Uns ist wichtig, dass unsere Gäste eine tolle Erfahrung haben, dass wir ihnen ein vielseitiges Programm auf einem hohen Niveau bieten können. Wenn jemand an einzelnen Abenden für ein Ticket um die 70 Euro bezahlt, dann soll auch alles stimmen, vom Sound bis zum Service. Das ist uns 2019 gut gelungen, denke ich.

Vor acht Jahren wurde die Leitung der beiden städtischen Spielstätten zusammengelegt – eine richtige Entscheidung?

Definitiv, das Konzept hat sich bewährt. Wir können die einzelnen Veranstaltungen in den beiden Häusern leichter koordinieren und besser aufeinander abstimmen. So können wir eine größere Bandbreite an Veranstaltungen anbieten ohne dass es Überschneidungen bei den Zielgruppen oder Genres gibt.

Klingt nach einer großen Herausforderung.

Das ist es auch, beide Häuser stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an einen erfolgreichen Betrieb: Das Kulturhaus ist ein klassischer Konzertsaal mit Bühne, Lagerflächen und Werkstatt. Die Kulturkirche wiederum ist eine historische Kirche. Da können wir keine Bühne, Licht- oder Tontechnik fest installieren, das alles muss für jede Veranstaltung eigens herangeschafft werden. Dafür haben Sie dort eine ganz besondere Atmosphäre und eine atemberaubende Kulisse. Beide Häuser haben eigene Vor- und Nachteile, das macht es für uns so spannend.

Was war Ihr persönliches Highlight im vergangenen Jahr?

Eine ganz besonderes Event für mich war Ute Lemper mit ihrer Show „Rendezvous with Marlene“ im März, einer Hommage an Marlene Dietrich. Darin erzählt sie das Leben der Sängerin nach: lebhaft, packend und authentisch. Eines der Top-Ten-Konzerte, das ich bisher veranstalten durfte.

Wie weit sind Sie mit Ihren Planungen für 2020?

Schon lange fertig, wir befinden uns schon mitten in der Planung für 2021. Für das kommende Jahr sind bereits neun Veranstaltungen ausverkauft.

Worauf können sich die Neuruppiner im nächsten Jahr besonders freuen?

Meine persönlichen Highlights für 2020 sind John Lee Hooker junior, Sohn der Blues Legende John Lee Hooker, am 15. März in der Kulturkirche. Die Elektro-Pop-Band Mia aus Berlin am 30. April ebenfalls in der Kulturkirche und Heinz Rudolf Kunze mit Band am 15. Mai im Kulturhaus.

Von Feliks Todtmann

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