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Ostprignitz-Ruppin Der Flug nach Süden fällt aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Flug nach Süden fällt aus
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07:01 26.08.2014
Angie Löblich mit dem verletzten Storch aus Schweden. Quelle: Privat
Maulbeerwalde

Der beringte Adebar war zunächst im Ort beobachtet worden und vor allem deshalb aufgefallen, "weil er das Bein so komisch hält", berichtet Angie Löblich. Das Einfangen sei allerdings etwas schwierig gewesen. Denn trotz der Verletzung war der Storch offenbar noch gut bei Kräften, sodass die Helfer zunächst keinen Erfolg hatten. Erst als sie einen weiteren Versuch mit Fischernetz und Kescher in der Dämmerung starteten, schafften sie es nach einiger Anstrengung schließlich doch, den Storch einzufangen.

Das Tier stammt aus Schweden, wo zurzeit ein Wiederansiedlungsprogramm für Störche laufe, berichtet Ornithologe Jürgen Kaatz. Bisher waren sie dort ausgestorben. Auch in Dänemark gebe es aktuell nur ein einziges Paar. Wichtig sei dabei, dass die neuen Vögel aus Schweden ein natürliches Wegzugsverhalten entwickelten. Laut Kaatz seien 60 schwedische Storchenpaare in Niedersachsen gesichtet worden - der verletzte sei allerdings der erste "Schwede" in der hiesigen Region.

Der Pechvogel habe jedoch beste Chancen, wieder ganz gesund zu werden. Denn nach ärztlicher Untersuchung habe das gebrochene Bein eine gute Prognose bekommen. Das ist besonders erfreulich, weil für das Ansiedlungsprogramm "jedes Tier zählt", wie Jürgen Kaatz sagt.

Wenn der Storch schon den Winter in der Wildtierauffangstation verbringen muss, so ist er dort wenigstens nicht allein. Vier Adebare teilen das gleiche Schicksal und kurieren sich bis zum nächsten Jahr aus. Jeder von ihnen frisst täglich 15 Küken - ein erheblicher Kostenfaktor für die Station. Die Betreiber Angie und Uwe Löblich freuen sich deshalb über jede Unterstützung, die sie bekommen können.

Von Björn Wagener

Im Internet: www.wildtierauffang-station.homepage.eu

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