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Ostprignitz-Ruppin Der Kitaausbau wird teurer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Kitaausbau wird teurer
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19:02 20.07.2016
Die Kita in Walsleben wird um- und ausgebaut. Quelle: Peter Geisler
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Werder

Die Modernisierung der Kita „Kunterbunt“ in Walsleben wird teurer als gedacht. Das Amt Temnitz muss statt der geplanten knapp 60 000 Euro gut 85 000 Euro investieren. Der Amtsausschuss hat dafür am Dienstagabend in Werder grünes Licht gegeben.

So muss in das gut 60 Jahre alte Gebäude jetzt auch eine Toilette für Männer eingerichtet werden. „Darauf hat uns das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung hingewiesen“, sagte am Mittwoch Susanne Dorn, Direktorin des Amtes Temnitz.

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Das Büro wird zum Garderobenraum

Laut den Vorgaben müssen in Einrichtungen, in denen mehr als fünf Mitarbeiter unterschiedlichen Geschlechts beschäftigt sind, für Frauen und Männer vollständig getrennte Toilettenräume vorhanden sein. Außerdem hat das Bildungsministerium darauf gedrungen, dass im Sanitärbereich ebenfalls ein Wickelbereich zum Versorgen der Jüngsten eingerichtet wird. Die Raumplanung für die Kita, in der rund 90 Mädchen und Jungen betreut werden, wurde daraufhin überarbeitet – auch weil die Garderoben aus dem Flurbereich verschwinden und künftig in einem separatem Raum untergebracht werden sollen. Grund: Die Fluchtwege sollen möglichst breit und nicht verstellt sein. Das hat zur Folge, dass das Kitabüro zum Garderobenraum wird und das Büro im bisherigen Lager einzieht.

Architekt empfiehlt eine Akustikdecke

Der Architekt hatte zudem empfohlen, in zwei Räumen eine Akustikdecke zu schaffen. Damit kann der Schall in den Räumen gedämmt werden, was ein besseres Betreuen der Kinder gewährleistet. Auch diesen Vorschlag hat das Amt Temnitz aufgegriffen. Die Mehrkosten sollen über Mehreinnahmen bei der Amtsumlage (10 000 Euro) sowie durch die Kitabeiträge der Eltern eingenommen werden. Erhöht werden die Beiträge aber nicht. Vielmehr gibt es künftig ein paar Plätze mehr in der Kita, weil der Hort komplett in der benachbarten Schule untergebracht wird.

Von Andreas Vogel