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Ostprignitz-Ruppin Dorfleben mit der Kamera dokumentiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dorfleben mit der Kamera dokumentiert
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18:24 13.12.2017
Roland Scheikowski(l.) drehte den 28-minütigen Image-Film über Berlitt. Ortsvorsteher Harald Backhaus hatte die Idee dazu. Quelle: André Reichel
Berlitt

Beim Berlitter Weihnachtsmarkt vor ein paar Tagen wurde nicht nur Bratwurst und Glühwein verkauft. Im Gemeindesaal lief auch ein brandneuer Image-Film über das Dorf. Dutzende Gäste nutzten die Gelegenheit und sahen ihn sich interessiert an. „Selbst die Berlitter lernten ihr Dorf aus einer gänzlich neuen Perspektive kennen“, berichtet der Ortsvorsteher Harald Backhaus.

Die Anregung für diesen knapp halbstündigen Streifen bekam er bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vor zwei Jahren in Preschen. Dort traf Backhaus auf einen Filmemacher, der schon ähnliche Vorhaben, wie das vom Berlitter Film realisierte. „Er wohnte leider so weit weg, dass er bei uns nicht drehen kommen konnte, doch mir ging die Idee einfach nicht aus dem Kopf, und ich schrieb sogar schon ein Drehbuch“, berichtet Harald Backhaus.

Der Zufall wollte es, dass der Berliter Ortsvorsteher mit der Kulturbeauftragten der Stadt Kyritz, Manuela Bismark, über seine Film-Idee sprach. „Sie hatte gleich zwei gute Nachrichten für mich, erstens, war Geld für eine Filmförderung verfügbar und zweitens vermittelte sie mir den Kontakt zum Filmemacher Roland Scheikowski“, erzählt Harald Backhaus.

Vor so ziemlich genau einem Jahr trafen sich der im Prignitz-Dorf Porep lebende Roland Scheikowski und Harald Backhaus zum ersten Mal und diskutierten den noch zu produzierenden Image-Film. Schnell stand für den Drehbuchautor und den Filmemacher fest, dass nur ein längerfristiges Projekt zum gewünschten Ergebnis führen würde. „Mindestens ein komplettes Jahr sollte das Dorfleben mit der Kamera dokumentiert werden und so kam es ja auch“, so Backhaus.

Die allerersten Filmsequenzen in Berlitt hatte Roland Scheikowski bei Weihnachtsmarkt vor einem Jahr. In der Region ist der 57-jährige keineswegs unbekannt. Seit Jahren begleitet Scheikowski die Theatergruppe „Lampenfieber“ von der Arbeiterwohlfahrt. Auch in der Carl-Diercke-Oberschule war er schon aktiv. „Dort drehte ich vor vier Jahren einen Image-Film“, berichtet Roland Scheikowski.

In Berlitt hatte sich der Filmemacher ordentlich ins Zeug gelegt und alle Veranstaltungen und Ereignisse festgehalten. „Das Dorf und die Menschen haben mich sehr beeindruckt und inspiriert“, sagt Roland Scheikowski. Im November beendete er seine filmsche Dokumentation, bei der 48 Stunden Filmmaterial herauskamen. Daraus stellte Scheikowski seinen Film zusammen, der künftig wohl noch öfters in Berlitt gezeigt werden wird. Aber auch bei You Tube ist der Film unter „Berlitt“ zu finden.

Von André Reichel

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