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Ostprignitz-Ruppin Ein Kühlschrank für Afrika
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Kühlschrank für Afrika
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18:29 24.09.2014
Für die Spendenaktion hatten Elke und Hartmut Hanke ein Spendenbarometer auf dem Markt aufgebaut und es aktualisiert.
Für die Spendenaktion hatten Elke und Hartmut Hanke ein Spendenbarometer auf dem Markt aufgebaut und es aktualisiert. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Die Spendenaktion "Eine Kuh für Afrika" wird fortgesetzt. Das Ehepaar Hartmut und Elke Hanke aus Holzhausen hatte sie beim Kyritzer Rosengartenfest im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Beim diesjährigen Rosengartenfest am 3. Oktober wird erneut dafür geworben. "Wir bemühen uns um Technik, damit wir die Filme zeigen können, die Helga Mengistu-Faust in Äthiopien unter anderem vom Melken für das erste Glas Milch gedreht hat", sagt Manuela Bismark, im Kyritzer Rathaus für Kultur verantwortlich.

Helga Mengistu-Faust ist die Botschafterin des Spendenprojektes und hat in Äthiopien für die Meranya-Peace-School, 250 Kilometer nördlich von Addis Abeba, Kühe gekauft, die mit dem Spendengeld, das Hankes in Kyritz und Umgebung zusammengetragen hatten, bezahlt wurden. Mehr als 4.000 Euro waren dabei in den vergangenen Monaten zusammengekommen. Drei Kühe, ein Kalb und eine trächtige Kuh konnten davon bereits gekauft werden. Jetzt teilte Helga Mengistu-Faust dem Ehepaar Hanke am Telefon mit, dass die vier Monate andauernde Regenzeit in Äthiopien zu Ende geht und es ihr dann möglich sein wird, eine vierte Kuh zu kaufen. 1.000 Euro sind von dem Spendengeld noch übrig. Die Botschafterin sagte auch, dass sie Ende des Jahres wieder nach Deutschland kommt und dann auch über diesen Kauf berichten wird. Eine ähnliche Veranstaltung hatte es bereits Anfang Juli in Kyritz gegeben, bei der in Videos unter anderem zu sehen war, wie Helga Mengistu-Faust die Kühe gesucht und gekauft hat und wie die Schulkinder die erste Milch bekamen.

Das Ehepaar Hanke warb bereits beim Markt der regionalen Möglichkeiten in Kyritz für die Fortsetzung, oder in ihren Augen Wiederbelebung, der Spendenaktion "Eine Kuh für Afrka". Der Grund: Mit Solomon Damtew, er ist der Leiter der Meranya Peace School, sind weitere Schritte, Wünsche und Erfordernisse wie beispielsweise der Kauf eines Kühlschranks für die Milch verabredet worden. Eine entsprechende Liste würde bereits vorliegen, so das Ehepaar Hanke.

Helga Mengistu-Faust meldete sich inzwischen erneut und teilte erfreut mit, dass die trächtige Kuh ein gesundes Kälbchen zur Welt gebracht hat. "Damit haben wir, wenn die vierte Kuh nach der Regenzeit gekauft ist, vier Kühe und zwei Kälbchen. Wir freuen uns so", sagt Elke Hanke. Sie bedauert es, dass sie und ihr Mann beim Rosengartenfest nicht dabei sein können, hoffen aber, dass es trotzdem gelingt, an die Erfolge der Spendenaktion anzuknüpfen. "Wir werden Informationen auslegen, auf denen zu lesen ist, wie es weitergeht", so Elke Hanke.

Von Sandra Bels

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