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Ostprignitz-Ruppin Ein Weg in die nördliche Heide
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Weg in die nördliche Heide
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10:05 06.08.2013
Der Blick vom möglichen Aussichtspunkt in die Heide. Quelle: Carsten Schäfer
Alt Lutterow

Geplant sind zwei Zugänge. Zum einen am Ende der Gadower Straße, die in Dorf Zechlin beginnt, zum anderen von einem Feldweg westlich von Neu Lutterow. Er zweigt an der Platzgrenze Richtung Süden von der Landstraße von Flecken Zechlin nach Schweinrich ab. An beiden Zugängen plant die Initiative Parkplätze und Informationstafeln.

Der Wanderweg würde von der Gadower Straße entlang der Brandschutzschneise nach Norden bis zur sogenannten Zigeunerulme führen. Dort ist ein Rastplatz geplant. Anschließend würde der Weg außerhalb des Bombodromgeländes nach Norden bis an den von der Landesstraße kommenden Feldweg führen. Dort gibt es einen Hügel, auf dem eine Aussichtsplattform entstehen könnte. "Das ist ideal", sagt Klaus Günther. "Von dort aus sieht man weit über das Gelände." Der Weg würde dann über den Brandschutzstreifen wieder zurück nach Süden führen. An diesem Rundweg stehen auch die Freie-Heide-Mahnsäulen Wallitz und Zechlin.

Klaus Günther sieht zwei Vorteile in dem Weg: Er würde schnell einen Zugang zur Heide auf Rheinsberger Gebiet schaffen, und die Kosten für die Realisierung wären überschaubar. Selbst der Aussichtspunkt bräuchte keinen hohen Turm, sondern nur eine billigere, einstöckige Plattform. Sie könnte ohne Probleme sogar behindertengerecht werden. Die Umsetzung könnte zwei bis drei Jahre dauern, sagt Klaus Günther. Vor allem die Finanzierung muss noch geklärt werden.

Beim Kreis setzt man derzeit allerdings andere Prioritäten. Als erstes solle die Besucherroute im Süden geöffnet werden, auf der jetzt schon die Kutschfahrten stattfinden, sagte Mathias Wittmoser, Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit. Im September werde es eine Besprechung geben, auf der die geomagnetischen Untersuchungen der Fläche ausgewertet werden. Sie sollen zeigen, wie munitionsbelastet der Bereich wirklich ist. Die Fläche im Süden gilt als vergleichsweise wenig belastet. Für den nördlichen Bereich sieht Wittmoser das Problem, dass der Wanderweg relativ nah an stark belasteten Flächen vorbeiführen würde. Es müsse geklärt werden, wie dabei die Sicherheit der Besucher garantiert werden könne. "Sicherheit geht vor", so Wittmoser.

Von Carsten Schäfer

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