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Ostprignitz-Ruppin Eine Kur für jede Figur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eine Kur für jede Figur
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12:45 22.02.2018
Nach der Sanierung soll der Tempelpark wieder im neuen Glanz erstrahlen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

"Das ist die vorletzte Sanierungsetappe", sagt Fred Müller, Sachgebietsleiter für Hochbau im Neuruppiner Rathaus. Zu den Arbeiten gehört ebenfalls das Sanieren der alten, meist halbrunden Steinbänke. Viele von ihnen standen schief und wurden jetzt von einer Spezialfirma aus Prenzlau (Uckermark) saniert. "Dafür mussten die Fundamente aufgegraben werden", sagte Reinhild Müller, die zuständige Sachbearbeiterin im Hochbauamt.

Die Steinbänke werden von vielen Besuchern derzeit gar nicht erkannt - weil davor Holzbänke stehen. "Die werden natürlich versetzt", sagte Reinhild Müller. Auch die aus DDR-Zeiten stammenden Papierkörpe sollen verschwinden und durch Behälter ersetzt werden, die besser in das historische Ambiente des Tempelgartens passen. Bereits nach historischem Vorbild saniert wurden in den vergangenen Monaten mehrere Sockel, etwa die beiden im Eingangsbereich, auf denen Flora, die römische Göttin der Blüte, und Bacchus, der griechische Gott des Weines und des Rausches, die Besucher begrüßen.

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Begradigt wurde die Jupiter-Stele, und die kleine Sitzanlage an der einstigen Kegelbahn unterhalb des Apollo-Tempels wurde erneuert. "Zu Friedrichs Zeiten haben dort die Offiziere gekegelt", sagte Reinhild Müller. Kegel werden dort aber nicht wieder aufgestellt. Die Arbeiten beschränkten sich auf die Bänke sowie auf die beiden Mauern aus Feldsteinen, die die Anlage abgrenzen. "Jeder Feldstein musste einzeln rausgenommen, nummeriert und später neu eingesetzt werden", so die Sachbearbeiterin.

Im nächsten Jahr sollen dann für 600.000 Euro die Außenanlagen gemacht werden. "Dafür haben wir bereits die Zusage für eine 80-prozentige Förderung", sagte Planungsamtsleiterin Sabine Supke. Die Zuschüsse teilen sich Land und Bund. In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 2,5 Millionen Euro in das Neuruppiner Kleinod investiert. Genug zu tun gibt es auch weiterhin. So sucht der Tempelgartenverein Spenden, um der Figur der Göttin Flora wieder zu ihrer zweiten Hand zu verhelfen. Zudem will der Verein drei weitere Sockelfiguren nach historischem Vorbild anfertigen lassen. Auch dafür werden noch Spender gesucht.

Von Andreas Vogel

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