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Ostprignitz-Ruppin Falken bleiben Jugendtreff-Betreiber
Lokales Ostprignitz-Ruppin Falken bleiben Jugendtreff-Betreiber
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21:09 05.05.2015
Der Protest der Jugendlichen vor einigen Wochen hat sich ausgezahlt.
Der Protest der Jugendlichen vor einigen Wochen hat sich ausgezahlt. Quelle: Christian Schmettow
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Rheinsberg

Als alles klar war, klatschten die Jugendlichen lautstark. Etwa ein Dutzend von ihnen war am Montagabend in der Versammlung der Rheinsberger Stadtverordneter aufgelaufen, um mitzuerleben, wie die Entscheidung zum Jugendtreff Pavillon ausfällt. Denn trotz erfolgreicher Mediation und eines konkreten Zehn-Punkte-Handlungplanes gab es nach dem heftigen Streit der vergangenen Wochen doch noch Zweifel, ob die Fraktionen sich an ihr beim Vermittlungstreffen gegebenes Wort halten.

Die Stadtverordneten taten es ausnahmslos. So haben sie am Montag beschlossen, das zuvor von ihnen eröffnete Bewerbungsverfahren für die Trägerschaft des Jugendklubs zurückzunehmen. Außerdem haben sie entschieden, dass sich der Jugendverband Falken weiterhin um den Treffpunkt kümmern soll. Die Stadtverordneten ermächtigten den Bürgermeister dazu, mit der Organisation den zuvor unter den Stadtverordneten umstrittenen Nutzungsvertrag für den neu erbauten Klub zu schließen. Strittig war einzig, ob die Trägerschaft für eine unbestimmte Zeit an die Falken übergeben oder ob sie befristet wird.

Für eine zweijährige Frist plädierte Jörg Möller (SPD). Er wollte seinen Vorstoß aber nicht als Angriff gegen die Organisation verstanden wissen. Es habe selten so viel Aktivität unter den Jugendlichen gegeben wie in der Zeit, in der sich die Falken um die Jugendarbeit kümmern, betonte Möller. Dennoch sei es ihm im Sinne einer „transparenten Vergabe“ lieber, den Vertrag auf zwei Jahre zu beschränken. Alles andere könne als „Vetternwirtschaft“ empfunden werden. „Ich hoffe, dass sich die Falken wieder und wieder bewerben und glaube, dass sie gute Chancen haben, Träger zu bleiben, wenn sie so weitermachen wie bisher“, so Möller. Dieser Forderung schlossen sich die Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister Jan-Pieter Rau nicht an. Rau sagte, dass eine Frist dem Ergebnis der Mediation zwischen den Jugendlichen, den Falken und den Lokalpolitikern widersprechen würde. „Wir haben da einen Strich gemacht – den sollten wir nun zu Ende machen.“ Die Stadtverordneten verwarfen die Idee einstimmig.

Zum Streit kam es nach der letzten Stadtverordnetensitzung, in der das Gremium unerwartet die Klubträgerschaft neu ausschreiben ließ. Folge war ein Sturm der Empörung unter den jungen, aber auch den erwachsenen Rheinsbergern. ca

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