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Ostprignitz-Ruppin Fallada-Schau kommt in die Dossestadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fallada-Schau kommt in die Dossestadt
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13:41 30.12.2016
Noch bis zum 25. Januar sind im Alten Laden Arbeiten der Wusterhausener Grundschüler zu besichtigen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

„Kinderkunst“ nennt Bärbel Hartwig kurz und treffend die Ausstellung, die noch bis zum 25. Januar des kommenden Jahres im Alten Laden des Herbst’schen Hauses zu sehen ist. Die Vorsitzende des Kulturvereins Wusterhausen hatte wenig Mühe, Mädchen und Jungen der einheimischen Astrid-Lindgren-Grundschule dafür zu ­gewinnen. Für sie war ein Jubiläum Anlass, kreativ tätig zu werden. Die Namensgebung ihrer Schule hatte sich 2016 zum zehnten Mal gejährt.

Die Bilderschau, auch einige Objekte sind in Vitrinen zu sehen, ist die fünfte und letzte seit Jahresbeginn. „Wir wollen die Tradition, dass Kinder und Jugendliche ab Dezember das Finale des Ausstellungsjahres bestreiten, auch 2017 fortsetzen“, sagt Bärbel Hartwig. „Ich wünschte mir, dass wir dazu mit der Kyritzer Carl-Diercke-Gesamtschule ins Gespräch kommen können.“

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Den Auftakt macht eine Dreier-Gruppe

In diesem Punkt ist die Planung der 2017er Schauen also noch offen. Ansonsten stehen die Abläufe fest. Den Auftakt macht gleich eine Dreier-Gruppe. Ingrid Sielaff-May und Elisabeth May (Neuruppin) samt ihrem neunjährigen Enkel Justus stellen vom 4. Februar bis 29. April ihre Bilder aus.

Was danach folgt, geschieht in Zusammenarbeit zwischen Kulturverein und Hans-Fallada-Gesellschaft mit Sitz im mecklenburgischen Carwitz bei Feldberg. Eine Wanderausstellung, die noch bis Ende Januar im Ringelnatz-Haus in Wurzen Station macht, kommt auch nach Wusterhausen. Leben und Werk des bedeutenden deutschen Erzählers Hans Fallada (1893 bis 1947, „Kleiner Mann, was nun“, „Der eiserne Gustav“, „Jeder stirbt für sich allein“) werden vorgestellt. Bei der Gestaltung hat der Leiter das Fallada-Museums, Stefan Knüppel, seine Unterstützung zugesagt. Zur Finissage soll es eine Lesung geben. Die Ausstellung findet vom 2. Mai bis zum 24. Mai statt.

Künstler aus der Partnergemeinde Edewecht

Den guten städtepartnerschaftlichen Verbindungen zwischen Wusterhausen und Edewecht (Niedersachsen) ist die Präsenz eines Künstlers zu verdanken, der seine Bilder vom 27. Mai bis zum 13. Juli vorstellt. Es ist Claus Diering.

Ihm folgt mit Helga Hinz vom 15. Juli bis 12. Oktober eine Kyritzerin. Schließlich wird vom 14. Oktober bis 29. November Ana Finta aus Brandenburg an der Havel mit ihren Arbeiten erwartet.

33 Ausstellungen seit 2011 organisiert

Der Kulturverein Wusterhausen hat seit dem Jahr 2011 insgesamt 33 Ausstellungen organisiert. Erstmalig waren 2016 mit Helga und Marco Schimpke sowie Helmut Klohs auch Vereinsmitglieder unter den Gestaltern. Diesen „Heimspielen“ könnten weitere folgen.

Zu einer offenen Mitgliederversammlung lädt der Verein zum 19. Januar, 18.30 Uhr, in den Alten Laden des Herbst’schen Hauses ein. Alle Interessenten sind willkommen. Es soll „eine lockere Runde werden“, so die Vereinsvorsitzende Bärbel Hartwig.

In dem geschichtsträchtigen Haus Am Markt Nr. 3 ist auch die Heimstatt des „Wegemuseums“ und der Bibliothek.

Der Alte Laden – ein ehemaliger ­Verkaufsladen – ist die Begegnungsstätte und Ort zahlreicher Veranstaltungen.

Von Wolfgang Hörmann