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Fehrbellin Wustrau feiert sein 4. Sommerfest
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Wustrau feiert sein 4. Sommerfest
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00:20 19.06.2019
„Ich taufe dich auf den Namen ...“: Neptun und seine Häscher hatten alle Hände voll mit den Landratten zu tun. Quelle: Regine Buddeke
Wustrau

Neptun verspätet sich –sein Boot ist nicht so wetterfest. Ein Hagelschauer, bei dem es im Himmel tüchtig grummelt, zwingt ihn, seine Landung zu verschieben. Den Wustrauern macht das wenig aus.

Alles drängt sich unter den Zelten zusammen. Sogar die Trommelgruppe aus Berlin – frischgebackene Preisträger beim diesjährigen Karneval der Kulturen – die den Sommerfest-Gästen am Samstag ordentlich Beine und Stimmung macht. „Die werd ich heute Nacht noch hören“, scherzt eine Wustrauerin gut gelaunt.

Quirlige Qualle oder störrischer Stockfisch: Neptun hatte so einige Namen für die Landratten in Wustrau parat, denen er eine Taufe verpasste.

Die ersten Mutigen trauen sich schon wieder in den Regen – zumeist Kinder. Auf der von Feuerwehrschläuchen quietschnass gespritzen Schlidderfolie bleibt man eh nicht trocken. Und im Wasser des Ruppiner Sees auch nicht. Just da haben sich hunderte Wustrauer und Gäste – viele in Badebekleidung – getroffen, um das 4. Sommerfest, organisiert vom Wustrauer Heimat- und Kulturverein, zu feiern.

Andrang herrscht am Hublifter. Ein weiteres Jahr hat Volker Stahl von der Firma Treskower Zimmerer und Dachdecker ihn fürs Fest gesponsert und schickt die Höhensucher damit in die Lüfte, um einen Blick übers weite Ruppiner Land zu nehmen. Für Höhenkranke gibt es stattdessen Bierglasschieben und weitere Bodenübungen.

Spaß mit Nass hatte auch die Feuerwehr beigesteuert. Quelle: Regine Buddeke

Neben den Himmelswesen und Erdlingen gibt es natürlich auch jede Menge Wasserratten. Neptun, der endlich in seinem Bötchen eingetroffen ist, nennt jene indes stinkende Landratten, die seine Meere mit Plastik bombardieren. Zur Strafe werden einige getauft, was mit viel Jubel quittiert wird. Immer wieder müssen die Häscher quiekende Kinder fangen, die das blaue Zeug nicht trinken wollen, das Neptun parat hat.

Die Organisatoren Remo Tondera und Jürgen Pankow freuen sich über den guten Zuspruch. Noch mehr darüber, dass so viele Wustrauer mitgeholfen haben, das Fest zu organisieren. „Letztes Jahr waren es ein paar mehr Gäste“, sagt Jürgen Pankow. „Der Regen hat doch ein paar vertrieben. Aber wir machen es wie auf der Titanic: Solange die Musik spielt, feiern wir.“

Von Regine Buddeke

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